
(10.12.2008)
Wien (ÖGB/GPF) Der Zentralausschuss der Post AG hat der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) mitgeteilt, dass sämtliche Versuche und alle Vorschläge zu einer vernünftigen Lösung des Postkonflikts vom Vorstand der Post ignoriert wurden. Die GPF wurde von den PostlerInnen ersucht, jetzt gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen in Form von geeigneten Abwehrmaßnahmen zu starten. Begonnen wird mit Warnstreiks.
Die zentrale Streikleitung in der GPF unter Führung von Bundesgeschäftsführer Helmut Tomek hat in Rücksprache mit allen Landesgruppen beschlossen, ab Mittwoch, 10. 12. 2008 österreichweit Warnstreiks einzuleiten. Diese Warnstreiks sind ab Mittwoch 00:00 Uhr auf allen Dienststellen der Österreichischen Post AG im gesamten Bundesgebiet möglich.
Ziel der Streikmaßnahmen ist es:
Weitere Postamtsschließungen zu verhindern
Keine weitere Auslagerung von Zustellung und Sortierung an Private
Ausreichend Personal für die steigenden Anforderungen der Zukunft zur
Verfügung zu haben
Eine menschenwürdige Behandlung und ein fairer Umgang mit den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Unmenschlichkeit, Verunsicherung, Mobbing und befohlene unbezahlte
Mehrleistungen sind vom Postvorstand abzustellen
Für GPF-Vorsitzenden Gerhard Fritz ist es unverständlich, dass das Management jede Vernunft vermissen lässt, indem alle Vorschläge der Belegschaftsvertretung ignoriert werden. Dabei wäre es so einfach so Fritz wörtlich: Zuerst Rahmenbedingungen für die Liberalisierung des Briefbereiches im Jahr 2011 schaffen und dann die Unternehmensstrategie danach ausrichten.
Warum der Postvorstand den umgekehrten Weg geht und die Post als Sanierungsfall darstellt, in dem es 9.000 überschüssige Arbeitsplätze geben soll, entbehrt laut Fritz jeder Realität und steht im krassen Widerspruch zu den wirtschaftlichen Zahlen, Daten und Fakten.
Wir ersuchen bei allen Kunden der Post AG um Verständnis für unsere Kampfmaßnahmen. Wir kämpfen für die qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit leistbaren Postdienstleistungen. Diese ist durch die Maßnahmen des Postvorstandes in Gefahr. Hände weg von unserer Post und Stopp dem Postraub!
Zentrale Streikleitung:
BGF Helmut Tomek, Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten