KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Salzburg: Park nach Ulrike Gschwandtner benannt

(3.7.2008)

Am 3. Juli. 2007 verstarb Ulrike Gschwandtner, eine der Mitgründerinnen der Partei der Europäischen Linken und des österreichischen Vereins „transform.at“ unerwartet auf einer Expedition auf den 8035 Meter hohen Gasherbrum II in Pakistan. Mag.a Ulli Gschwandtner war als eine der OrganisatorInnen des ersten österreichischen Sozialforums in Hallein und als feministische Wissenschafterin weit über die Grenzen Salzburgs hinaus ein Begriff. Gemeinsam mit ihrer Kollegin, Dr.in Birgit Buchinger hatte sie 1996 in Salzburg das Forschungsinstitut „Solution“ gegründet, das sich in der Tradition der angewandten Sozial- und Kulturforschung versteht. Durch Beschluss der Gemeinde Salzburg wird sie nun posthum geehrt: Der Universitäts-Park Nonntal-Straße trägt nun ihren Namen.

Im Beschluss des Gemeinderates Salzburg vom 4. Juni heißt es: „Der Gemeinderat wollte damit die herausragenden Leistungen von Ulrike Gschwandtner in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Sport würdigen und damit gleichzeitig eine Beziehung zu den wichtigsten Anrainern: der Universität, der Arge Kultur als auch dem Sportzentrum Mitte herstellen“.

Ulrike Gschwandtner studierte Geschichte, Politikwissen­schaft, Sozialkunde und Sportwissenschaft an der Uni Salzburg. Nach Abschluss des Studiums war sie tätig als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für historische Frauenforschung in Salzburg, des Ludwig-Boltzmann-Institut für historische Sozialwissenschaft, Wien/Salzburg und am am Institut für Alltagskultur (IAK). Ihre Forschungsschwer­punkte waren Arbeitswelt, Frauenforschung und Gleichbehandlung sowie Europäische Union. 1998 erhielt Gschwandtner den Wissenschaftspreis der AK Oberösterreich und 2001 den Preis „Sozialpolitik für das 21. Jahrhundert“ der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Solution“ wird seit Ulrike Gschwandtners Tod von Birgit Nuchinger allein geführt.