Vertreter des Österreichischen Seniorenrates bei der UnterschriftenübergabeVon Rudolf Pruckmoser (15.11.2007)
Die Regierung hatte bereits eine Pensionsanpassung von 1,7 Prozent für 2008 beschlossen und signalisiert, dass sie stur an diesen Beschluss festzuhalten gedenkt. Erst das einheitliche Auftreten aller Seniorenverbände mit der Forderung, den Pensionistenpreisindex – 2,1 Prozent – als Grundlage für die Anpassung 2008 heranzuziehen, zwang die Regierung zu einer ersten Nachdenkphase.
Als die Seniorenverbände den Druck erhöhten, indem sie erstmals gemeinsam ihre Klientel, die PensionistInnen, mobilisierten, und eine Unterschriftenaktion mit der Forderung nach einer Pensionsanpassung von mindestens 2,1 Prozent starteten, wurde eine neue Phase des Verteilungskampfes – nicht reden, sondern agieren – eingeleitet, die auch, wie sich zeigt, nicht ohne positivem Ergebnis blieb.
An die 400.000 Unterschriften zeigten Wirkung und die Regierung mußte nachgeben. Seit langem gibt es nun erstmals wieder, vor allem für die kleineren Pensionen, eine spürbare Erhöhung. Im Vergleich zu der realen Wirtschaftsentwicklung hinkt sie trotzdem weit hinterher, doch eines hat sich gezeigt: Wenn sich Betroffenheit in Aktion und Kampfmaßnahmen wandelt, kann auch etwas bewegt werden.