KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Eine lange Nacht - viele Gäste - die KPÖ feiert ihren 90er.

Von Redaktion (16.11.2008)

Bis in die frühen Morgenstunden dauerte das Fest „unangepasst. aus erfahrung. – 90 Jahre KPÖ.“

Die Gästeliste reichte von Lothar Bisky – Vorsitzender DIE LINKE, Deutschlad – über Ute Bock bis zu Harri Stojka - Überraschungsgast in der Band um Mosa Sisic. Ebenso bunt gestaltete sich der gesamte Abend vom Generationenges­präch bis zur DJ-Line.

Ein gelungenes Fest alles in allem. Viele Freunde und Freundinnen der KPÖ waren auf das Badeschiff am Donaukanal gekommen, um mit der KPÖ den 90. Jahrestag ihrer Gründung zu feiern.

Ute Bock, die große Kämpferin für Menschlichkeit, wurde mit großem Applaus willkommen geheißen. Ebenso freudig begrüßt wurden Vertreter und Vertreterinnen von Feykom, KIB, ATIGF, ADA, GenossInnen der KP Kurdistan/Irak, der Tudeh Party Iran oder auch der kubanischen Botschaft. Für den ÖGB, der eine Grußbotschaft übermittelte, war der Leitende Sekretär Bernhard Achitz anwesend, aus der Steiermark war der Vorsitzende des KPÖ-Landtagsklubs, Ernest Kaltenegger, gekommen. Hingewiesen wurde auch auf eine Grußbotschaft , die Bundespräsident Heinz Fischer übermittelt hat.

Angelika Sacher & Klaus Bergmaier sowie der Chor „Gegenstimmen“ sorgten für die musikalische Umrahmung des ersten Teils des Abends, der eingeleitet wurde durch ein Gespräch der Generationen. Ferdinand Hackl, Bärbl Mende-Danneberg, Didi Zach und Barbara Steiner erzählten – moderiert von Bundessprecherin Melina Klaus – über Erlebnisse und Erfahrungen mit und in der KPÖ.

Danach ergriff Lothar Bisky das Wort. Bisky, Vorsitzender der Europäischen Linkspartei, betonte in seiner Rede , dass angesichts der gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise marxistische Grunderkenntnisse vermehrt rezipiert werden und linke Alternativen zum Neoliberalismus notwendiger denn je sind. Bisky wünschte der KPÖ viel Kraft für die kommenden Auseinanderset­zungen und wünscht sich und ihr, dass wir die engagierten und die Bewegung motivierenden Bündnis­partnerin auf internationaler Ebene bleiben.

KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner verwies in seiner Rede auf großartige Leistungen der KPÖ und von zehntausenden KPÖ-Mitgliedern (Kampf gegen Austro- und NS-Faschismus, konsequentes Eintreten für soziale Rechte und Frieden), er verwies aber auch darauf, dass die Geschichte der KPÖ natürlich nicht frei von Fehlern ist – viel zu lange blieb die KPÖ bei einer unkritische Haltung gegenüber den Geschehnissen in den Ländern des realen Sozialismus.

Messner bedankte sich im Namen der Partei für all die Arbeit, die Genossen und Genossinnen in den neun Jahrzehnten geleistet haben, zugleich verwies er aber auch darauf, dass „viel, viel Arbeit vor uns liegt“.

Die Geburtstagsfeier dauerte – trotz oder wegen der vielen Arbeit, die vor der KPÖ liegt – bis in die frühen Morgenstunden – dafür sorgten im zweiten Teil des Abends: Ramba Samba leiten mit Rhytmus und Energie das „Feiern“ ein. Sigi Maron & Rocksteady Allstars bleiben sicher unvergessen mit einer neuen Strophe im legendären „Leckt's mi am Oarsch“ – seine Empfehlung: Wenn's denn in den kommenden 90 Jahren mal so richtig genug sein sollte; Fenster auf und laut und deutlich den Refraint hinausgesungen! Mo­sa Sisic schafft es anschließend mit all seinen Gästen die Stimmung im Saal noch mal zu steigern. Maronif am Ende eines langen Abends begleiten einen neuen Publikumswechsel – die Jugend und viele jung gebliebene halten mit DJ Smartin am Badeschiff bis in die Morgenstunden dur­ch.

In den kommenden Tagen folgen die Texte einiger Grußbotschaften und eine Diashow.