KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Über Demokratie und Bürgervertrauen

Irrtümer visionärer Staatsmänner ... Das Nein zum AKW-Zwentendorf in Österreich

Von Dietmar Köhler (3.7.2008)

„Gar nicht bürgernah“ – so jubelt Hans Rauscher im STANDARD vom 3.7.08. Und: „Europa hat bisher weitgehend ohne den Bürger (sic!) stattgefunden, und das war irgendwie gut so, …“ Denn all die Erfolge wie Binnenmarkt, Euro (an dem nicht alle teilnehmen) und Erweiterung (der Korruption?) werden „visionären Staatsmännern“ zugeordnet.

Vergessen hat Hans Rauscher in seiner Euphorie, diesen „visionären Staatsmännern“ auch die fehlende Armutsbekämpfung, steigende Preise und rückläufige Kaufkraft zuzuordnen.

Ebenso vergessen hat Hans Rauscher, dass die Herabwürdigung des demos („… ein paar Leute jetzt doch störrisch geworden …“) und der Demokratie fast immer in das Elitenprojekt Faschismus geführt hat. In meinen Augen hat Hans Rauscher damit seinen Ruf als Gegner des Rechtsextremismus eingebüsst und – ob er das nun will oder nicht – die Geschäfte von Jörg Strachethaler mitbesorgt.

Ausserdem lässt seine Aussage „Die Wahlen, nicht die Volksabstimmung, sind der höchste Ausdruck der Demokratie“ (FORMAT 37/00) darauf schliessen, dass die Fachliteratur zum Thema Demokratie ziemlich spurlos an ihm vorbeigegangen ist.

(Bildquelle: </LINK http://www.demokratiezentrum.org _blank>Demokra­tiezentrum)

Gar nicht bürgernah - Irgendwer ist immer dagegen, und meist aus Gründen, die nicht zur Sache gehören. Kommentar Hans Rauscher, Der Standard, 3.7.2008