KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

m ACH t

Von chris z. (10.11.2010)

ach, männer, die „rülpsen“ sind nebenan, hört frau.

männer geben manchmal laute von sich, die sich nicht angenehm anhören, weiß frau.

aktueller weise, liest frau, tun männer dies auch öffentlich. ein mann, mitglied einer landesregierung, spricht eine lautäußerung aus, oder beurteilt eine andere in dieser weise. er konfrontiert einen anderen mann, mitglied der bundesregierung, und uns alle, die tageszeitungen lesen, damit. es ist eine erfahrung über die kommunikation – unter männern.

frau ist verwundert und entsetzt über die abhanden gekommenen worte. sie reden über ihre lautäußerung. sind diese laute ersatz für sprache? was will er sagen? verstehen sich die? was verstehe ich darunter, oder davon? Ist es so einfach, so archaisch, das, was wir auf den zweiten gedanken annehmen? aggressives männliches gehabe, ohne sprache, der versuch stärker zu erscheinen, indem mann sich kräftig auf die brust schlägt. es ist der ausdruck für „ich nehme deine worte nicht ernst“. dabei wollen sie doch alle ernst genommen werden, mächtig sein, noch mächtiger werden.

frau hat worte. frauen finden diese ausdrucksweise „unerträglich“. die frau, die dies öffentlich ausspricht, in der tageszeitung für alle lesbar, ist Gabi Burgstaller, landeshauptfrau.

danke für diese klare aussage! die landeshauptfrau macht noch andere interessante und direkt verständliche aussagen in dem interview. sie spricht über den „miserablen stil“ unter männern, den typischen streit um die macht und sagt von sich: „ich sehe es nicht als bedrohung, wenn ich aufgaben woandershin abgebe, wenn es sinn macht.“

gut dass es frauen, wie gabi burgstaller, gibt, die der sprache mächtig sind und diese benützen.