Weil viele unserer Forderungen noch immer nicht erfüllt sind: Plakat von KPÖ, GLB und Bund Demokratischer Frauen (BDFÖ) zum Internationalen Frauentag 1981Von Heidi Ambrosch (8.3.2012)
Heute werden sie wieder gewälzt die alten/neuen Zahlen die belegen, dass mehrheitlich Frauen zu den armutsgefährdeten im reichen Land Österreich zählen, dass keine Lösung in Sicht ist, die Gehaltsschere zu schließen, dass die Quoten sehr beharrlich auf der Stelle treten, dass 50 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukt in privater unentgeltlicher Reproduktionsarbeit in ihrer großer Mehrheit von Frauen erbracht wird.
Heute werden wieder große Ansagen gemacht, die angesichts der aktuellen Krisenabwälzungen auf die Mehrheit der Bevölkerung einer Verhöhnung gleich kommen. Mehr Vollzeitarbeitsplätze für Frauen, diese Forderung verschleiert, dass auch Frauen, die in Teilzeit sind, vollzeit arbeiten nur eben um die Hälfte weniger Lohn bekommen. Mehr Kinderbetreuungsplätze sind gut, aber lösen das Problem der Vereinbarkeit von Beruf- und Hausarbeit nicht, dass sich für Männer eigentlich ebenso als Problem stellen müsste, ginge es geschlechtergerecht zu.
Wenn der Einsatz von Maschinen, kapitalistische Rationalisierungsmassnahmen es ermöglichen den Reichtum des Landes mit weniger menschlicher Lohnarbeitskraft zu schaffen, dann sollte die Logik doch sein, radikale Verkürzung der Arbeitszeit anstelle der Verlängerung umzusetzen bei vollen Lohnausgleich und den Frauen mehr! Meinen die KPÖ Frauen.
Angesichts der Armutsgefährdung und der Überarbeit von Frauen fordern wir: Ein bedingungsloses Grundeinkommen, die Energiegrundsicherung und Teilzeit für alle!