
Von Jennifer Zach (10.3.2014)
Nein das ist keine Satire und ja das ist tatsächlich ernst gemeint. Sonja Ramskogler (SP) und Jennifer Kickert (Grüne) wollen mit finanzieller Unterstützung der Stadt mehr Obstbäume in Wien pflanzen, damit sich engagierte Bürger*innen um die Pflege dieser kümmern können. An sich ist das „Recht auf Marmelade“ ja nicht das schlechteste, vor allem wenn man bedenkt, dass eingekochte Früchte ja keine Nebensächlichkeit in Österreich sind.
Wenn man aber genauer darüber nachdenkt, nämlich dass die blassrot-grüne Stadtregierung das „Recht auf Marmelade“ einfordert, aber fast gleichzeitig das Wiener Bettelverbot verhängt – vergeht mir die Lust auf eingekochte rot/grüne Früchtchen.
Insbesondere dann, wenn ich – was schon des öfteren passiert ist – auf der Mariahilfer Straße Polizist*innen sehe, die zu Bettler*innen gehen und sie wegen „agressiven“ bettelns – damit meint die Exekutive auf dem Boden sitzen und um Geld bitten – des Platzes verweisen oder sogar eine Geldstrafe von 400 Euro oder ersatzweise neun Tage Ordnungshaft verhängen. Na dann, Mahlzeit!