KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Null Toleranz für Sexismus!

Eigenwerbung der Band - "Die ordinärste Band von Österreich"

Von Barbara Klein (16.5.2008)

Sehr geehrter Herr Stadtrat Dr. Mailath-Pokorny, wir möchten Ihnen zur Kenntnis bringen, dass am 23. Mai 2008 in dem von der Stadt Wien subventionierten Musiklokal „Planet Music“ die Musikgruppe „Die Hinichen“ auftreten wird. Die laut Veranstalter „geniale“ Gruppe sondert dort Texte ab wie z.B. folgenden:

/" Wir mischen auf im Frauenhaus,

jippi, jippi, jeah,

wir peitschen die Emanzen aus,

jippi, jippi, jeah,

wir treiben die Lesben vor uns her,

jippi, jippi, jeah,

des fällt uns Kerdls gar net schwer,

jippi, jippi, jeah.

Die Fotzen – ja die ghörn verdroschen,

jippi, jippi, jeah,

zuerst auf's Aug' und dann in 'd goschn,

jippi, jippi, jeah,

i sog' ihr hobts es ja so gwollt,

jippi, jippi, jeah,

drum müssma euch den orsch versohln,

jippi, jippi, jeah."/

Auf der Homepage dieser Gruppe werden „Klassiker“ (Planet Music) auf gleichem Niveau in Bild und Text fortgesetzt. Die Veranstaltung wird auf planet folgendermaßen beworben:

DIE HINICHEN – PLANET MUSIC ABSCHIEDSKONZERT! Mittlerweile sollte es sich herum gesprochen haben, dass das Planet Music in den Gasometer zieht. Bevor es aber soweit (Sommer) ist, wird natürlich noch ordentlich im “alten“ Planet Gas gegeben. Und da versteht es sich von selbst, dass auch DIE HINICHN noch einmal auf unsere altgediente Bühne gebeten werden. Um auf dieser noch ein letztes mal ihr geniales Prolo-Rock-Theater zum Besten zu geben. Da darf dann kein “Klassiker“ fehlen, da bleibt kein Auge (und keine Kehle) trocken, da gibts noch einmal DIE HINICHN in Planet-Bestform. Und wer das versäumt, ist wirklich selbst schuld.

Der Veranstalter und Leiter des Planet Music, Josef Sopper, verabschiedet sich von besagtem Musiklokal allerdings nicht etwa, weil ihm die Stadt Wien aufgrund seiner desaströsen Einladungspolitik die Subvention entzieht, sondern dem Szenemulti (V.Ö.M., Planet Music, Donauinsel, Gasometer und Kultur-Plakat-GmbH) auch noch überfallsartig die bis dato von Gina Salis-Soglio hervorragend geführte Szene Wien anvertraut.

Abermals wird damit eine ausgezeichnete und bewährte weibliche Führungskraft aus einem von der Stadt geförderten Kulturbetrieb grundlos entfernt!

Wir protestieren auf das Schärfste und sagen nein zur Finanzierung von frauenfeindlichen, homophoben oder rassistischen Inhalten!

*Wir fordern 50 % der Führungspositionen und Subventionen für Künstlerinnen und Kulturarbeite­rinnen! *

Mit freundlichen Grüßen

Mag.a Barbara Klein

Intendantin, KosmosTheater

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