Herr Tentzin Gayatso mit dem SS-Mann Heinrich Harrer (Quelle: 141hongkong.com)(13.5.2008)
Nachdem mehrer LeserInnen unserer Seite auf den Tageskommentar „Die Freunde Tibets“ reagiert und manche auch seine Entfernung verlangt haben, eine Stellungnahme des Bundesausschusses der KPÖ zum Thema und zum Umgang mit politischen Texten auf unserem Internetauftritt:
Sehr geehrte Damen und Herren,
es lag nicht in unserer Absicht die religiösen Gefühle von Menschen zu verletzen. Da das mit der Illustration unseres Artikels offensichtlich passiert ist, entschuldigen wir uns und nahmen das von ihnen beanstandete Bild von unserer homepage. Auch weil es, wenn man den Text nicht liest, irreführend ist.
Wir unterscheiden in der politischen Debatte aber zwischen Religionsgemeinschaften und politischen Repräsentanten. Letztere müssen sich in Demokratien der politischen Debatte stellen und allenfalls auch Kritik gefallen lassen.
Der beanstandete Text ist unter der Rubrik „Standpunkt“ erschienen. Dort publizieren täglich KPÖ-Mitglieder und FreundInnen der Partei persönliche Meinungen und stellen sie damit auch zur Diskussion. Ein solcher Kommentar, auch wenn er scharf formuliert, muss in einem demokratischen Staat Platz haben. Die Berichterstattung auf unserer Seite zu den Ereignissen in Tibet und China hat sich auch nicht mit diesem Text erschöpft. Die KPÖ ist heute kein monolithischer Block mehr, das ist im Statut unserer Partei festgeschrieben und politische Praxis seit einigen Jahren. Die Menschen die in dieser Partei aktiv sind, vertreten ein breites Meinungsspektrum und äußern dieses auch offen. Dazu stehen wir, das ist nicht zuletzt auch eine Schlussfolgerung aus unseren eigenen historischen Erfahrungen.
Daher bleibt der beanstandete Text weiter auf unserer Seite.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Maringer für den Bundesausschuss der KPÖ