KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Wohnen muss leistbar werden

(14.4.2010)

KPÖ startet Petition für das „Grazer Modell“, die Wohnkosten auf ein Drittel des Einkommens zu begrenzen

„Die Alarmglocken läuten! Für immer mehr Menschen mutiert Wohnen zur Armutsfalle!“, warnt der Innsbrucker KPÖ-Sprecher Josef Stingl. Mit 1. April sei beispielsweise der Richtwertmietzins von 5,77 Euro auf 5,99 Euro um 3,8 Prozent pro Quadratmeter Wohnfläche angehoben worden. „Die Miete einer 75 m2 Wohnung erhöht sich durch diese eine Maßnahme um jährlich 200 Euro!“ rechnet der Innsbrucker Kommunist vor. „Gestiegene Betriebs- und Heizkosten reißen zusätzlich noch nicht mehr verantwortbare Löcher in die immer enger werden Haushaltskassen!“

KPÖ-Sprecher Stingl kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Mietzinsbeihilfe von nur vier Euro pro Quadratmeter: „Sie ist nun schon um ein Drittel unter dem eingeforderten Richtwertmietzins! So ist es mittlerweile schon Usus, dass Innsbrucker Gemeindebaube­wohnerInnen trotz Sozialwohnung und Mietzinsbeihilfe, auch noch zusätzlich auf dringend benötigte Sozialhilfe zurückgreifen müssen, allein um ihre Wohnkosten bezahlen zu können.“

„Es gibt jedoch auch sozialpolitisch annehmbare Alternativen!“ so Stingl: „In der steirischen Landeshauptstadt Graz wurde bereits 1997 auf Betreiben des damaligen, KPÖ-Wohnungsstadtrates Ernest Kaltenegger (dem ‚Sozialengel‘) beschlossen, dass die Wohnkosten (Miete plus Betriebs- und Heizkosten) für Gemeindewohnungen (bzw. einer Wohnung in einem Übertragungswoh­nbau) nicht höher als ein Drittel des Einkommens sein dürfen.“

Jammern sei aber zu wenig! Die Innsbrucker KPÖ startet daher heute, auf Grundlage des Stadtrechts mit einer Petition an das „Innsbrucker Stadtparlament“, um auch hierorts das bewährte Grazer Modell zu übernehmen.“

Alle GemeindebürgerInnen sind aufgerufen, diese Petition zu unterzeichnen!

Die Innsbrucker KommunistInnen werden in den nächsten Wochen und Monaten mit mobilen Infoständen dafür werben! Benötigte Unterschriften­listen können über das Büro Gumppstraße 36, 6020 Innsbruck / über tirol@kpoe.at

/ angefordert werden. Auf der Homepage wohnen.imzoom­.info kann die Petition interaktiv unterstützt werden.

„Was in Graz möglich ist, muss auch in Innsbruck machbar sein!“ meint abschließend der KPÖ-Sprecher Josef Stingl.