
(27.8.2008)
Mirko Messner, Spitzenkandidat der KPÖ, heute im Ö1 Morgenjournal.
Aus dem Bericht auf orf-online :
Ein Angebot der SPÖ auf ein Ticket ins Parlament, so wie es das Liberale
Forum bei der letzten Wahl gemacht hat, würde er mit Gewissheit nicht annehmen.
Da müsste sich nach den Worten Messners die SPÖ ändern. Ins Parlament will er
aber schon, auch in die Regierung, aber nur dann, „wenn eine Regierung etwas
anderes vorhat als das Bisherige. Das müsste aber eine Regierung sein, die sich
eine Umverteilung des Reichtums von oben nach unten als Ziel setzt.“ Also eine
Regierung mit der SPÖ? „Ich glaube nicht, dass sich die SPÖ daran
orientiert, sondern die SPÖ orientiert sich in Wirklichkeit zusehends als Teil
des neoliberalen Mainstreams.“
Das Fünf-Punkte-Paket Werner Faymanns gegen die Teuerung, z. B. die Halbierung
der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, reicht nach den Worten des KPÖ-Chefs nicht
aus, das sei sehr viel mehr notwendig: „Wir wollen z. B. einen
Teuerungsausgleich bei Löhnen, Gehältern und Pensionen. Wir wollen einen
gesetzlichen Mindestlohn – zehn Euro pro Stunde. Wir wollen amtliche
Preisregelungen für Treibstoff, Energie und Grundnahrungsmittel.“