
Von KPÖ-PD (Wien) (11.9.2008)
Knalleffekt im Nationalratswahlkampf. Schon mehr als 3 Prozent wollen bei
der NR-Wahl die KPÖ wählen so das Ergebnis einer Umfrage des
Meinungsforschungsinstitutes GfK-Austria.
KPÖ-PD (Wien) KPÖ-Spitzenkandidat Dr. Mirko Messner in einer ersten
Reaktion auf die aktuellen Zahlen: Dass wir laut den Rohdaten dieser
Untersuchung vor dem LIF und vor der Liste Dinkhauser liegen, denen in fast
allen Erhebungen der vergangenen Wochen der Einzug ins Parlament zugetraut wird,
stimmt mich für die letzte Wahlkampfphase sehr positiv. Zugleich bestätigt
diese Erhebung meinen Eindruck, dass viele WählerInnen und Wähler sich eine
Partei mit linken Positionen als Korrekturfaktor der Gesellschaft im
österreichischen Parlament wünschen.
Die Umfrage von Gfk-Austria birgt insbesondere deshalb große Sprengkraft in
sich, da die KPÖ in den wöchentlich von allen großen Medien präsentierten
Umfragen kategorisch unter Andere subsummiert wird. Vielleicht findet nach
Studium dieser aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes GfK-Austria
ein Umdenken in einigen Redaktionen der österreichischen Medien statt. Die
Ergänzung der Liste der zur Nationalratswahl antretenden Parteien um die KPÖ
wäre dabei ein, aus unserer Sicht, logischer Schritt.
Messner: Für mich sind Meinungsumfragen, selbst wenn diese für uns gute
Daten ausweisen, nur ein Stimmungsbarometer. Bis zum Wahltag kann sich noch
einiges ändern. Zudem ist wichtig zu wissen, dass die hohen Verweigerungsraten
und die vielen Unentschlossen der Meinungsforschung aktuell große Probleme
bereiten. Um so absurder ist es, dass Medien und Parlamentsparteien mit Hilfe
der Meinungsumfragen versuchen, das Wahlverhalten zu manipulieren, indem sie
dauernd erklären, dass diese oder jene Partei den Einzug ins Parlament sowieso
nicht schaffen würde.
Der KPÖ-Spitzenkandidat ist jedenfalls optimistisch und kämpferisch: Wir
werden auch nach dem 28. September, da bin ich mir ganz sicher, für
Umverteilung von den Reichen zu jenen, die es brauchen, und für gleiche Rechte
für alle Menschen eintreten egal welches Wahlresultat letztlich Realität
wird. Auf Grund der jetzt vorliegenden Daten sehen wir allerdings eine
realistische Chance, ab der kommenden Legislaturperiode auch eine Stimme im
österreichischen Parlament zu haben."
Ps.: Befragungszeitraum der Gfk-Austria Studie 2. – 4. September. Es wurden
500 Personen in ganz Österreich telefonisch interviewt. Methode:
Zufallsstichprobe. Alle Untersuchungsprojekte werden in Übereinstimmung mit
den Bestimmungen des von IHK / ESOMAR erstellten internationalen Kodex zur
Praxis der Marketing- und Sozialforschung durchgeführt.