Oskar Wiesflecker war Zeit seines Lebens engagierter AntifaschistVon KPÖ-PD (11.12.2009)
Oskar Wiesflecker, geb. 1919, trat 1934 von der Sozialistischen Arbeiterjugend zum illegalen KJV (Kommunistischen Jugendverband) über. Der KJV schickte damals im Zusammenhang mit der Volksfrontstrategie seine Mitglieder auch in die Organisationen des austrofaschistischen Ständestaates. Wiesflecker wirkte als KJVler illegal bei den Pfadfindern. Im März 1938 wurde er von der Gestapo festgenommen und blieb sechs Wochen in Haft. Später wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. 1944 unterstützte er in Italien eine italienische Widerstandsgruppe, mit deren Hilfe er schließlich flüchten konnte.
Nach der Befreiung vom Faschismus war Genosse Wiesflecker u.a. für antifaschistische Zeitungen und die KPÖ-Tageszeitung Volksstimme" tätig. Jahrzehnte lang war er Obmann des Bundesverbands Österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband). Auch im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) wirkte er lange Zeit aktiv mit – zuletzt war er Vizepräsident des DÖW. Bis zu seinem Tod war er auch als Chefredakteur der Zeitung des KZ-Verbands „der neue Mahnruf“ tätig.
Genosse Wiesflecker war – ganz im Sinne der KPÖ, der er bis zu seinen letzten Stunden angehörte – über Jahrzehnte getreu seiner antifaschistischen Grundhaltung aktiv. Sein politisches Wirken wird uns in Erinnerung bleiben.
Die Verabschiedung findet am Donnerstag, 17. Dezember, 14 Uhr, am Friedhof Ober-St.Veit (Gemeindebergg. 26) statt.
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