Das Schreckgespenst des Kommunismus
Von Michael Graber (16.12.2011)
Selten sieht man eine derartige Konfrontation im Fernsehen. Christian Felber, Vertreter der "Gemeinwohlökonomie" und Autor eines gleichnamigen Buches, versuchte im Club 2 am Mittwoch die Apologeten des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystems (Günther Stur, ehem. leitender Analyst der Ratingagentur Moodys, Herrn Christl von der ÖVP, der ehemals Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank war, und eine Journalistin des Wirtschaftsblatts) zu stellen.
Was spricht dagegen, den Supermillionären ein Prozent ihres Vermögens
wegzusteuern, fragte Felber.
Schrecksekunde. Dann: „Enteignung“!, „Planwirtschaft“! und
schließlich das Unvermeidliche: „Kommunist“! Was Felber natürlich weit von
sich wies.
Glücklicherweise griff da die Politikwissenschaftlerin der Uni Wien,
Sieglinde Rosenberger, ein und verwies auf die Funktion des Antikommunismus in
dieser Debatte. Der Antikommunismus verdecke die Interessen, die dahinter
stünden. Nämlich die der Reichen.
Wer sich das Lehrstück nachträglich anschauen will, kann dies noch geraume Zeit hier
tun.
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