
(20.12.2013)
Als ziemlich weltfremd bezeichnet der Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB), Josef Stingl, die Ansage von AK-Präsident Rudolf Kaske, dass rasch und spürbar eine steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer_innen umzusetzen sei.
Damit blendet Kaske aus, dass seine Gewerkschafter_innen bei den Koalitionsverhandlungen voll in die Knie gegangen und eine Steuerreform wenn überhaupt auf das Jahr 2018 vertagt wurde.
Natürlich ist Kaskes Argument richtig, dass das Lohnsteueraufkommen 2012 um satte sieben Prozent gegenüber 2011 gestiegen, die Lohnabhängigen mit der Lohnsteuer und Mehrwertsteuer den Löwenanteil des Steueraufkommens leisten und daher eine Entlastung der Lohnabhängigen höchst an der Zeit ist: Doch wer sich dabei auf die SPÖ-Gewerkschafter_innen verlässt, der ist verlassen, meint Stingl.