KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Wird Faymann zum Marxisten?

(18.5.2010)

Eine Bankenabgabe und Finanztransaktionssteuer sind einzuführen, es bedarf einer stärkeren Regulierung des Wertpapierhandels. Spekulationsverbote und verschärfte Kontrollen von Hedgefonds sind notwendig. Nein, es handelt sich nicht um das aktuelle Aktionsprogramm der KPÖ. Ja, diese Forderungen unterbreitet der amtierende Bundeskanzler.

Hat sich da – still und heimlich – an der SPÖ-Spitze ein Sinneswandel vollzogen? Mutiert Faymann zum Marxisten?

Gehen wir zuerst zurück, um uns ein Bild von der Lage zu machen. Laut Erhebungen renommierter Ökonomen nahm das globale (zumindest virtuell vorhandene) Finanzvermögen zwischen 1980 und 2007 von 12 auf 196 Billionen Dollar zu, stieg also auf das Sechzehnfache. Demgegenüber wuchs das Weltsozialprodukt in der gleichen Zeit nur von 10 auf 55 Billionen Dollar, also auf das Fünfeinhalbfache.

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