
Von Fritz Weber (5.1.2012)
Im Herbst 2008 hat die Welt einen Finanzkrach erlebt, der die Finanzmärkte bis an den äußersten Rand des Zusammenbruchs brachte. Danach kehrte wieder Ruhe (genauer: organisierte Beruhigung) ein, bis ein anderes Thema für neue Unruhe zu sorgen vermag.?
?Nun sind es die Staaten, die weil sie (angeblich oder wirklich) „über ihre Verhältnisse gelebt“ und Schulden gemacht haben auf der Anklagebank sitzen. Der Markt ist auf Bewährung freigesprochen. Er darf sich ungeniert um neue Felder der Spekulation, um Rohstoffe oder Nahrungsmittel, kümmern. Die Zeche aber sollen und werden wie so oft andere zahlen.
Dabei ist das Problem nicht neu: In den letzten 400 Jahren brach im Durchschnitt alle zehn Jahre eine Finanzkrise aus. Auch im 20. Jahrhundert gehörten solche Störungen zur Normalität mit Ausnahme der Zeit von 1945 bis 1971. Damals waren die Finanzmärkte weltweit streng reguliert.
Hier der gesamte Beitrag , der in der Ausgabe 09/2011 der Zeitschrift „transform!“ , die in mehreren Sprachen publiziert wird, erschienen ist.