tja, die leute. indes, die geschichte geschah immer in wellenbewegungen. der sanfte kapitalismus besiegte spätestens 1989 eine durch den stalinismus deformierten „realen sozialismus“ und entwickelt sich nun zu einer brutalen variante des kapitalismus wie zu beginn des 19. jahrhunderts…
und jetzt soll ich mich hinsetzen und nur mehr weinen? hätten meine vorvorigen vor ca. 6000 jahren auch so gedacht, als wahrscheinlich der normale kapitalismus begann, hätten schon damals die urgroßahnen sich nur mehr einem unveränderbaren schicksal ergeben, anstatt die ersten sklavenaufstände zu wagen.
die partei des zahntechnikers und deren rassismus wird immer unverschämter, blöder, dumpfer, stumpfer und trotzdem siegt er und seine kameraden um laufenden band.
und wenn ich nur mehr allein wäre, ginge ich dennoch auf die straße und brüllte dagegen an, und will mir all diesen stumpfsinn einfach nicht gefallen lassen! hoffend, dass es auch anderen wieder zu viel wird.
unternehmer und bauern sind bestens organisiert und setzen optimal ihre interessen in EU und parlament durch. aber meine linken freunde jammern, dass die gewerkschaft und die AK nichts taugt und dass man daher eh nix machen könne… gratuliere zu solch weisen erkenntnissen, da lacht sich unser zahntechniker einen ab…
wenigstens in der leopoldstadt in wien wagten wir den versuch, ein zeichen gegen des rassismus zu setzen. mit unserer derzeitigen aktionswoche. „aber da erreicht ihr ja immer nur die gleichen, die ohnedies mit euch eurer meinung sind“, hörte ich wieder einmal gestern. na und? ist das nichts?
trotz deren erfolge: sie bleiben eine kleine dumpfe minderheit, die gegen die armen und schwachen mobilisieren, die den neid der armen gegen die ärmeren forcieren, damit die reichen ungestört und hemmungslos ihren reichtum vermehren können.
und wenn wir uns nun nur zu dritt treffen, gehts uns besser im gefühl mit unserem zorn nicht allein zu sein, entstehen neue ideen zu aktionen usw.
in diesem sinne hoffe ich am 2. oktober, beim aktionstag für eine rassismusfreie zone in der leopoldstadt und anderswo, einige Widerständige zu sehen.
gerald grassl
Aktivist des Personenkomitees Rassismusfreie Zonen