
Von Jennifer Zach (16.10.2012)
Heute morgen blättere ich wie gewohnt bei meinem Frühstücksbrot mit Marmelade die Zeitung durch.
Die Schlagzeile mit der „der Standard“ heute öffnet lautet „Höhere Bankenhilfe gefährdet Fekters Budgetsanierung“ – aha, dabei hat doch die Bankenkrise erst die Budgesanierung notwendig gemacht.
Na gut, weiter.
Ich blättere weiter und weiter bis ich zu dem angekündigten Interview mit Sebastian Kurz (Integrationsstaatssekretär der ÖVP) komme, auf das ich schon furchtbar neugierig bin. Titel: „Wahlrecht ist ein Goodie“. Schon wieder ohje Er will morgen mit Bildungsministerin Schmied (SPÖ) über Schulschwänzer und Deutschklassen reden – aha, aha okay. Doch dann stolpere ich über folgende Antwort von Kurz. Auf die Frage, warum es so wichtig ist, dass jemand die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, antwortet er: „Ein Staat ohne Staatsbürger wäre irgendwie komisch, oder nicht?“ Man sieht, selbst das allerdümmste Argumtent ist den regierenden Politikern nicht zu blöd, um gewisse Dinge zu legitimieren. Zum Beispiel, dass 21% der Wiener Bevölkerung vom Wahlrecht ausgeschloßen sind. Der Kaffe ist ausgetrunken – ich geh arbeiten.