
Von Didi Zach (3.1.2012)
Der ÖGB-Präsident verwehrte sich auch gegen immer wiederkehrende Aussagen, neue Steuern würden den Standort schädigen und Arbeitsplätze gefährden. Foglar: „Die reichsten zehn Prozent in Österreich haben insgesamt 800 Milliarden Euro Finanz- und Immobilienvermögen, ganz niedrige Steuersätze genügen, um viel Geld ins Budget zu lenken. Da muss man weder Massensteuern erhöhen noch den Sozialstaat zusammenkürzen.“ Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer so Foglar wäre hingegen „volkswirtschaftlich unverantwortlich“.
Der ÖGB-Chef verwehrte sich einmal mehr auch gegen die eine „verfassungsrechtliche Festschreibung einer bestimmten Schuldenstandsgrenze und/oder einer höchstzulässigen Abgabenquote“.
Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien und Mitglied des Bundesvorstands der KPÖ: „Ich hoffe sehr, dass der ÖGB-Chef im Fall des Falles den Herrschaften im ÖGB-Vorstand auch vorschlägt, den großen Worten auch Taten folgen zu lassen. Taten setzen bedeutet zum Beispiel, dass alle jene Gewerkschaftsfunktionäre, die auch Mitglieder des Nationalrats sind, im Parlament gegen die Verankerung der Schuldenbremse im Verfassungsrang zu stimmen haben. Und zudem muss die ÖGB-Führung der Regierung klar und deutlich sagen, dass Proteste und Streiks die Folge sein werden, sollte die Regierung eine Erhöhung der Mehrwertssteuer durchsetzen wollen.“