KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Engagierte GewerkschafterInnen kandidieren für die KPÖ

Von KPÖ-Pressedienst (23.9.2008)

Zahlreiche aktive Gewerkschafte­rInnen, darunter auch einige Parteilose, kandidieren bei der Nationalratswahl am 28. September 2008 für die KPÖ, die damit auch ein klares Profil als Interessenver­tretung der Lohnabhängigen zeigt. Von den 263 KandidatInnen der KPÖ in den 43 Regionalwah­lkreisen sowie auf den Landes- und der Bundesliste sind 23 gewählte MandatarInnen sowie eine große Zahl weiterer engagierter Gewerkschafte­rInnen.

Als gewählte Belegschaftsver­treterinnen kandidieren in Niederösterreich René Wukits (BRV in Mödling) in Oberösterreich Doris Rögner (BR Zentrum Spattstraße), Max Müller (PV Magistrat Linz), Leo Mikesch (BRVStv B37 Linz), Gerhard Riegler (BR ProMente), Thomas Erlach (BRVStv EXIT-sozial Linz), Karin Antlanger (BRV EXIT-sozial Linz), Manfred Haslinger (BR Gast Steyr) und Michael Schmida (PV HTL Traun), in Salzburg Christoph Eschbacher (BR Lebenshilfe), in der Steiermark Birgit Kampl (BR VAE Zeltweg), Christian Sikora (PV Justizwache Graz), Margitta Kaltenegger (BRV UMK Graz), Walter Theisl (BR Magna Steyr Graz), Manfred Eber (BR VSE) und Max Korp (BR Magna Powertrain), in Tirol Josef Stingl (BR Heuriger Lammerer Stuben Innsbruck), in Wien Heinz Farasin (BR Jugend am Werk), Roman Gutsch (BR Caritas), Robert Hobek (PV Postamt 1230), Wolf-Goetz Jurjans (BRVStv Sotours), Reinhart Sellner (PV AHS) und Gerhard Hauptmann (BR ÖHTB).

Neben ihrem Engagement für eine Umorientierung des ÖGB von sozialpartner­schaftlicher Unterordnung unter Regierungs- und Kapitalinteressen zu einer kämpferischen Gewerkschafts- und vor allem einer aktiven Lohnpolitik als „Kerngeschäft“ der Gewerkschaften treten die KPÖ-KandidatInnen aus dem gewerkschaftlichen Bereich für eine Umverteilung in der Steuer-, Einkommens- und Arbeitszeitpolitik ein. Kernpunkte dabei sind eine allgemeine Arbeitszeitver­kürzung sowie ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde.

Der ÖGB fordert zwar seit zwanzig Jahren die 35-Stundenwoche, hat sich aber praktisch auf die schiefe Ebene der Flexibilisierung begeben mit dem Ergebnis, dass Österreich heute eine der längsten realen Wochenarbeitszeiten der EU aufweist: „Aufgrund der rasant steigenden Produktivität halten wir eine Arbeitszeitver­kürzung auf 30 Stunden für machbar und notwendig – vor allem auch um der enormen Prekarisierung entgegenzuwirken und durch mehr Freizeit auch mehr Lebensqualität zu erreichen“, so Karin Antlanger, Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).

Aufgegriffen wird von den GewerkschafterInnen auf den Listen der KPÖ auch die Forderung nach einer Wertschöpfungsab­gabe – mit welcher seinerzeit Sozialminister Alfred Dallinger von ÖGB und SPÖ im Stich gelassen wurde: „Der angeblichen Unfinanzierbarkeit von Pensionen, Gesundheit, Sozialleistungen und Pflege halten wir die Notwendigkeit entgegen, die Dienstgeberbeiträge nach der gesamten Wertschöpfung statt nur nach der Lohnsumme zu bemessen“, so GLB-Bundessekretär Oliver Jonischkeit, der ebenfalls für die KPÖ kandidiert.

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