
(21.8.2013)
Mirko Messner zu den Themen des ORF:
* Ist es realistisch, dass die KPÖ ins Parlament kommt:
„Ja. Realistisch ist immer das, was sich dann konkret ergibt. Also, ich glaube, dass die Unzufriedenheit ( ) bei den Menschen größer geworden ist. Es grundelt. Viele Menschen, die so wie mein Kollege im Vorspann schon gesagt hat uns Glück wünschen bzw die wünschen, dass die KPÖ im Parlament vertreten wäre Wenn die wirklich alle wählen, dann haben wir durchaus eine Chance. Es wäre natürlich eine Überraschung. Ja, aber, es wäre eine schöne Überraschung.“
* Würden sie die EVN, die Erste Bank, verstaatlichen also enteignen:
„Vergesellschaften heißt nicht enteignen. Vergesellschaften heißt etwas, was der Gesellschaft gehört, dass sich das die Gesellschaft wieder zurücknimmt. ( ) Was uns vorschwebt ist, dass diese hohe Konzentration des Kapitals gebrochen werden muss. Dass Elemente der Ökonomie, die allen Menschen dienen, dass diese auch allen Menschen gehören sollen. Das ist der Gedanke dahinter. Vergesellschaftung heißt, sich auch einzumischen in die Frage: Was wird wozu mit welchen Mitteln produziert?“
* Wie kann man heute noch Kommunist sein bzw. warum hat sich die KPÖ nicht umbenannt:
„Wir haben darüber diskutiert und wir sind mehrheitlich zum Schluss gekommen, dass eine Umbenennung nichts anderes wäre als eine Neukostümierung. Wir sind Kommunisten und Kommunistinnen. Wir sind nicht dieselben, die es in den fünfziger Jahren waren. Wir haben uns von den stalinistischen Verbrechen abgegrenzt. Wir haben auch die autoritären Sozialismusvorstellungen von Bord geworfen. Wir erarbeiten grundlegend neue Vorstellungen einer solidarischen Gesellschaft. Aber wir sind Kommunisten und Kommunistinnen. Wir sind nicht Die Linke, wir sind ein Teil der Linken.“
* Sind sie der einzig mögliche Kandidat?
„Nein, da gibt es ungefähr 2.000 andere, die da in Frage kämen.“
Das ganze Gespräch gibt's hier:
Es wäre eine unglaubliche Sensation Transkript auf neuwal