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Von Dagmar Schindler (19.6.2013)
Der öffentliche Verkehr im Südburgenland wird schon lange zu Tode gewirtschaftet. Alleine die Einstellung des Personenverkehrs Oberwart Friedberg im August 2011 ist ein deutliches Zeichen für das Unverständnis der handelnden Personen.
Es kann nicht sein, dass Bewohner und Bewohnerinnen der südlichen Bezirke ihre Arztbesuche und ähnliches von einem eigenen KFZ, der Unterstützung der NachbarInnen oder einem eventuellen Angebot der Gemeinden abhängig machen müssen.
Schon jetzt sind viele Gemeinden im Südburgenland mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast nicht erreichbar. Gerade in den Ferienmonaten Juli und August gibt es keine Busverbindungen in die meisten Orte der Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf.
Die KPÖ Burgenland stellt die Forderung, dass keine weiteren Buslinien im Südburgenland geschlossen werden. Die Mobilität der Menschen muss möglich sein und kann nicht unter dem Aspekt Wirtschaftlichkeit eingeschränkt werden. Gerade in infrastrukturschwachen Regionen wie dem Südburgenland muss es diese Angebote geben! Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien, Ärzte sind schon längst nur mehr zentral in den größeren Orten vorhanden, ohne eigenes Auto oder Unterstützung der Nachbarn kommt man in dieser Region nicht einmal zum täglichen Einkauf! Auch den Jugendlichen wird ein deutliches Stück Freiheit genommen, wie soll man soziale Kontakte mit MitschülerInnen aus anderen Orten pflegen wenn man vom letzten Bus um 14.00 Uhr oder der Abholung durch die Eltern abhängig ist?
Erst letzte Woche erzählte mir ein Vater im Bezirk Güssing, dass sein Sohn interessiert gewesen wäre die HTL Pinkafeld zu besuchen, auf Grund der schlechten Verbindungen hat sich der Bursche dann doch für das Gymnasium in Güssing entschieden, wir sprechen hier von einer Distanz von 28 km!! die mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der Stundentafel einer HTL, nicht machbar ist!
Weil der Mensch ein Mensch ist . Braucht er auch öffentliche Verkehrsmittel !