
(15.10.2008)
Vortrag von Colin Goldner
- Freitag, 31. Oktober 2008, 19 Uhr
- Linz, Wissensturm, Kärntnerstraße 26, 15. OG, Raum 1504
- Eintritt frei
- In Zusammenarbeit von Volkshochschule Linz, www.atheisten.at und Verein LIBIB
Der Vortrag wirft einen Blick hinter die Fassade des tibetischen
Gottkönigs. Er zeigt, dass das alte Tibet unter der Herrschaft der
Lamas keineswegs das Paradies auf Erden darstellte, das der Dalai Lama und
seine Anhängerschaft stets beschwören, vielmehr die Geschichte des Landes
geprägt war von Gewalt und gnadenloser Unterdrückung und Ausbeutung der
Menschen. Es werden die wesentlichen Glaubensinhalte des tibetischen Buddhismus
dargestellt, von Karma und Wiedergeburt hin zu den Wahnvorstellungen von
Dämonen, Teufeln und ewiger Höllenpein; der Blick richtet sich zudem auf den
systematischen Missbrauch kleiner Kinder und die frauenverachtenden tantrischen
Rituale, die dem Lamaismus wesenseigen sind. Untersucht werden auch die
vielgerühmten Weisheiten des Dalai Lama, die sich bei näherer Hinsicht als
Platitüden mit teilweise bedenklich rechts¬lastigem Einschlag entpuppen.
Ausführlich befasst sich der Vortrag mit den Hintergründen des Einmarsches der
chinesischen Volksbefreiungsarmee im Jahre 1950 und der Geschichte Tibets
seither. Insbesondere werden der Ausbruch von Gewalt in Lhasa und Osttibet im
März dieses Jahres thematisiert, einschließlich der Rolle, die der Dalai Lama
dabei spielte.
Dr. Colin Goldner ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als klinischer
Psychologe, auch als Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist und
Okkultismusexperte tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind so genannte Sekten
Psychokulte und Okkultismus.