
(8.8.2008)
In seiner Erzählung Der Weg zum Ödensee ging der Autor Franz Kain den
Spuren der Verhaftung Ernst Kaltenbrunners im Toten Gebirge nach. Als
SS-Obergruppenführer und Chef des Reichssicherheitshauptamtes war
Kaltenbrunner einer der ranghöchsten Funktionäre in der letzten Phase des
NS-Regimes. Auf der Basis eines präzise recherchierten geschichtlichen
Fundaments, entwarf der Autor eine literarische Skizze des in Österreich
geborenen Polizeihauptmanns des Führers, in der sich auch ein meist
verschwiegener Teil der Österreichischen Zeitgeschichte vom Ende des Ersten bis
zum Ende des Zweiten Weltkriegs widerspiegelt.
Der Weg zum Ödensee, der eigentlich Der Weg zum Wildensee heißen
müsste, vom Autor jedoch aufgrund der stärkeren Symbolkraft mit dem
literarisch ausdrucksstärkeren Ödensee getauscht wurde, wird uns für zwei
Tage in Anspruch nehmen:
– Ausgehend vom Seehotel in Altaussee, führt uns die Wanderroute zu einer
Jagdhütte auf der Wildenseealm, in der sich Ernst Kaltenbrunner zu Kriegsende
einige Tage versteckt hielt.
– Zwei Sprecher werden dabei Franz Kains Erzählung, verteilt auf sieben
Stationen, lesen.
– Der zeitgeschichtliche Hintergrund wird von ausgewiesenen Kennern der
Materie beleuchtet werden.
– Anschließend erfolgt die Übernachtung auf dem nahen
Albert-Appel-Haus.
– Der Rückweg wird uns am darauf folgenden Tag über den Trisselkogel und
den Tressensteinsattel zurück nach Altaussee führen.
– Sprecher: Arthur Fischer und Peter Raab
– Zeitgeschichtliche Führung: Mag. Andreas Schmoller/ Mag. Christian
Topf
– Konzept: David Guttner
– Die Übernachtung auf dem Albert-Appel-Haus macht Euro 10,– aus, die
Veranstalter freuen sich über willkommene freiwillige Spenden.
– Festes Schuhwerk, Schlechtwetterbekleidung, ausreichend Proviant sowie
Trittsicherheit erforderlich!
– Bei äußerst widrigen Witterungsbedingungen wird die Veranstaltung
verschoben.
Der Weg zum Ödensee ist nicht nur der letzte Gang Ernst Kaltenbrunners,
sondern auch ein Weg ins Tote Gebirge der Geschichte. Und: Der Gang zum
Ödensee gleicht nicht den zierlichen Schritten nach einem Mozart-Menuett,
sondern mehr den Bewegungen des Sautanzes. (Franz Kain)
Weitere Informationen: David Guttner, Telefon 0699/1199 1944, Mail gutzi@gmx.net