
(22.2.2008)
Ab Montag, 10. März, startet auf Initiative von transform!at und KSV-LiLi an der Universität Wien und an der TU Wien die Ringvorlesung: „Kritische Ansätze zu Politik und Ökonomie im globalisierten Kapitalismus“
Zeit: immer an Montagen, pünktlich ab 18:30 Uhr | Ort: HS 32, Uni Wien, Hauptgebäude
Erster Abend: Zwei Impulsreferate von Stephan Schulmeister und Walter Baier (für die weiteren Termine, SprecherInnen und Themen siehe transform!at )
Stephan Schulmeister: „Realkapitalismus und Finanzkapitalismus“
Die Kombination vieler Merkmale im Hinblick auf Interessebündnisse, Wirtschafts- und Sozialpolitik, ökonomisches Paradigma, Verhältnis Markt/Staat und Unternehmer/Gewerkschaften kennzeichnen die zwei Ausprägungen einer kapitalistischen Marktwirtschaft. In der ersten Hälfte der Nachkriegszeit dominierte ein „realkapitalistisches Regime“, in der zweiten Hälfte der Finanzkapitalismus. Dies wird am Beispiel des Akkumulationsverhaltens der Unternehmer, der Rolle der Finanzmärkte (und des Finanzsektors) sowie der Politik empirisch deutlich gemacht.
Walter Baier: „Neoliberalismus und Globalisierung – Schlüsselbegriffe der zeitgenössischen Transformation des Kapitalismus“
Kritik am Neoliberalismus ist angesichts anwachsender und immer sichtbarer werdender Armut weit verbreitet. Selbst von konservativer Seite werden Bedenken geäußert. Von linker Seite scheint das Wort „Neoliberalismus“ als eine Art Ersatzbegriff zum scheinbar noch immer verpönten Wort für „Kapitalismus“ verwendet zu werden. Angesichts einer Unzahl von Begriffsverwirrungen ist eine Klärung notwendig. Auch um eine sinnvolle Debatte um ökonomische, soziale und politische Alternativen zu eröffnen. Ähnliches gilt auch für den Begriff der „Globalisierung“, in deren Ablehnung sich extreme Linke und Rechte einig zu sein scheinen.
Diskussionsbeiträge erwünscht!
Vorankündigung: „Vom Liebling der Partei zum Volksfeind“
Über Leben, Wirken und Tod des russischen Revolutionärs Nikolai Bucharin (1888 bis März 1938)
Eine Veranstaltung mit dem bekannten Stalinismus-Forscher Wladislaw
Hedeler (Berlin),
26. März 2008, 19.30 Uhr, Universität Wien, Hörsaal wird noch bekanntgegeben