Nikolai Bucharin (1888-1938)(11.3.2008)
Über Leben, Wirken und Tod des russischen Revolutionärs Nikolai Bucharin (1888 bis 1938), transform.at! und ksv.lili laden zu einer Veranstaltung mit dem bekannten Stalinismus-Forscher Wladislaw Hedeler (Berlin), am 26. März 19.30 Uhr in die Universität Wien, NIG Hs 2.
Nikolai Bucharin war eine der prominenten Führungspersönlichkeiten der russischen Revolutionen 1905 und 1917 und der Kommunistischen Bewegung der Sowjetunion.
Von 1926 bis 1929 war er Vorsitzender der Kommunistischen Internationale. Er war 1906 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Russlands/Bolschewiki geworden. Von 1917 bis 1929 war er Herausgeber der Parteizeitung Prawda.
Nikolai Bucharin wurde im 3. Moskauer Prozess (Prozess gegen den Block der Rechten und Trotzkisten) gemeinsam mit Alexei Iwanowitsch Rykow, Genrich Grigorjewitsch Jagoda, Nikolai Krestinski, Christian Georgijewitsch Rakowski zum Tode verurteilt und am 13. März 1938 erschossen.
Wladidislaw Hedeler, geb. 1953, Philosophiehistoriker, Studium an der Humboldt-Universität in Berlin, 1985 Promotion A in Moskau mit einer Arbeit über Nikolai Bucharin. Zahlreiche Buch- und Zeitschriftenpublikationen zur Theorie- und Philosophiegeschichte in Russland bzw. der Sowjetunion.
Veröffentlichungen (unter anderem):
Nikolai Bucharin. Leben und Werk, (1993)
Stalin, Trotzki, Bucharin. Studien zum Stalinismus und Alternativen im
historischen Prozess (1994)
Stalinistischer Terror 1934 – 1941. Eine Forschungsbilanz, (2002)
Chronik der Moskauer Schauprozesse 1936, 1937, 1938 (2003)