KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Ein Jahr Schwarzblau

Ein Jahr Widerstand!

Eine Stellungnahme der KJÖ/Junge Linke





Alles anders?

"Nicht alles anders, aber vieles besser" war eines der Schlagworte mit der die rechtsextreme FPÖ und ihr Steigbügelhalter, die ÖVP, ihre Vorhaben ankündigten. Die Wirtschaftsbosse und die Reichen werden dem sicherlich zustimmen. Aus der Sicht der Jugendlichen, der Frauen, der MigrantInnen, der Lohnabhängigen und der Arbeitslosen sieht die Sache allerdings anders aus. "Nicht alles anders, aber vieles schlechter" kann man da nach einem Jahr Schwarzblau sagen. Der von der SPÖ-ÖVP Regierung und den EU-Mastricht Kriterien vorgegebene Weg des Sozialabbaus, der Militarisierung und des Rassismus wird auch jetzt fortgesetzt. Nur wesentlich schneller und radikaler. Das heißt konkret mehr Sozialabbau, mehr frauenfeindliche Politik, mehr rassistische Politik, mehr Entdemokratisierung, mehr Rüstung, mehr Überwachungsstaat. Die "soziale Treffsicherheit" hat jedoch auch die Jugend voll getroffen.


Zum Abschuß freigegeben: Lehrlingsausbildung.

40.000 Lehrlinge werden heuer eine Lehre beginnen. Der Großteil davon wird keine sinnvolle Ausbildung bekommen.

Die Gründe dafür sind:
* Der Zwang zur Vorlehre: Ein Lehrling, der eine Vorlehre absolviert, erhält für drei Jahre die niedrigste Entschädigung, also insgeamt 56.000 Schilling weniger, und hat am Ende dieser drei Jahre keine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach den neuen Bestimmungen zur Vorlehre werden davon ca. die Hälfte der Lehrlinge betroffen sein.
* Verlängerung der Probezeit: Dadurch ist es möglich Lehrlinge z.B. im Gastgewerbe nur während der Saison aufzunehmen und danach zu feuern. Für viele wird damit ein Lehrabschluß zum Wunschtraum.
* Jugendliche ohne Abschluß der 8. oder 9. Schulstufe dürfen keine Lehrstelle annehmen. Dies kommt einem Berufs-und Ausbildungsverbot für viele Jugendliche gleich.
* Die Zulassung von "McJobs", zB. bei der Straßenreinigung oder bei Mcdonalds: Ausbeutung total, Ausbildungseffekt null!


Zum Abschuß freigegeben: Das Universitätsstudium.


Ein Studium auf der Universität ist für eine wachsende Zahl von Jugendlichen nicht mehr leistbar. Die Aneignung von Bildung und Wissen wird abgelöst von Schnellsiedekursen für die unmittelbaren Interessen der Wirtschaft für die, die sichs leisten können.

Die Gründe dafür sind:
* 10.000 Schilling Studiengebühren im Jahr
* Durch die finanzielle Aushungerung der Universitäten und "Sponsoring" von Firmen auf der anderen Seite steigt der Einfluß der Wirtschaft ins unermeßliche.
* Die ÖH als Interessensvertretung der Studierenden soll zerschlagen werden.


Zum Abschuß freigegeben: Die Qualität der Schulausbildung.

Der Großteil der SchülerInnen wird in Zukunft mit einem katastrophalen Unterricht in kaputtgesparten Schulsytemen abgespeist werden.

Die Gründe dafür sind:
* Erhöhung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen
* Wegfall von freifächern und Exkursionen
* Schaffung von Privatschulen für den Nachwuchs der Elite


Was tun?


Um gegen die "Maßnahmen" der Regierung, die die Zukunft von uns Jugendlichen zerstört, Widerstand zu leisten, ist es notwendig, daß alle Jugendlichen, ob nun Lehrlinge, SchülerInnen oder StudentInnen gemeinsam aktiv werden. Unsere Rechte müssen wir gemeinsam erkämpfen, sie werden uns nicht geschenkt, weder von der Wirtschaft, noch vom "Rotgrün", noch von trägen GewerkschaftsfunktionärInnen.
Um die Grudrechte der Jugend vollständig zu verwirklichen ist es jedoch nicht genug jugendfeindliche Maßnahmen dieser oder jener Regierung abzuwehren. Es gilt, das System, daß hinter all diesen Grausamkeiten steckt, den Kapitalismus, zu überwinden.

Aktuelles:


KPÖ Oberösterreich: Jetzt Unterstützungserklärung unterschreiben!
(14.7.2021)

...mehr


Die Europäische Linke fordert einmal mehr das Ende der Blockade gegen Kuba
(13.7.2021)

...mehr


Die neue Juli Volksstimme 2021 ist da!
(13.7.2021)

...mehr


KPÖ Graz: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für Graz
(10.7.2021)

...mehr


38. Parteitag der KPÖ: In der ältesten Partei Österreichs übernehmen Junge das Ruder
(21.6.2021)

...mehr

Volksstimme - Politik & Kultur - Zwischenrufe links