1. Wie steht Ihre Partei zu einem Antidiskriminierungsgesetz für Homosexuelle?
Ambrosch: Wir halten ein solches Gesetz für längst überfällig!
2. Gibt es Pläne zur rechtlichen Gleichstellung homosexueller und heterosexueller PartnerInnenschaften?
Ambrosch: Wir sind für die soziale und rechtliche Gleichstellung aller Lebensformen.
3. Sieht Ihr Parteiprogramm eine Entschädigung für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus vor; wenn ja in welcher Form?
Ambrosch: Wir treten für die gleiche Entschädigung aller aus welchen Gründen auch immer vom Nationalsozialismus politisch Verfolgten ein.
4. Ist eine Wiedereinführung des Frauenministeriums in Ihrem Partieprogramm vorgesehen? Welche Persönlichkeit sehen Sie an dessen Spitze?
Ambrosch: Wir sind für ein tatsächliches Frauenministerium mit ausreichender eigener Budgetierung. Wir würden alle Bestrebungen unterstützen, eine parteiunabhängige Frau aus dem Bereich der vernetzten Frauenprojekte und Initiativen als Ministerin vorzuschlagen (Anneliese Erdemgil-Brandstätter z.B.)
5. Welche Umsetzungsstrategien der Gendermainstreaming-Kriterien der EU verfolgen Sie am Arbeitsmarkt?
Ambrosch: Alle gesetzlichen Massnahmen sind grundsätzlich in ihren Auswirkungen auf die Lebenszusammenhänge von Frauen hin zu untersuchen. Insbesondere die Abdrängung von Frauen in den informellen Sektor, in nicht geschützte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, in den Niedriglohnsektor sind durch Mindesteinkommen und Mindestabsicherung und einer radikalen Arbeitszeitverkürzung zu begegnen.