
Von Hilde Grammel (14.1.2012)
Der Kampf gegen die Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters geht in die nächste Runde. Nach der gemeinsamen Pressekonferenz von Frauenring, Netzwerk der Frauen- und Mädchenberatungsstellen, ÖGB-Frauen, Plattform 20000 Frauen und UFF vor einem Monat, in der die teilnehmenden Frauen signalisierten, dass sie und die sie vertretenden Organisationen nicht bereit sind, die geplanten Verschlechterungen für Frauen widerstandslos hinzunehmen, haben die ÖGB-Frauen eine Resolution und eine Petition veröffentlicht und mobilisieren nun im ganzen Land dafür.
Die KPÖ-Frauen unterstützen diese Initiative. Die an Bundeskanzler Faymann und die MinisterInnen Fekter, Hundstorfer, Mitterlehner und Spindelegger adressierte Petition kann elektronisch unterzeichnet werden.
Natürlich gibt es die Petition der ÖGB-Frauen auch als Formular ( hier zum herunterladen ), das Sie ausdrucken und mit dem Sie Unterstützungserklärungen auf der Straße, am Arbeitsplatz, im FreundInnenkreis sammeln können.
Darüber hinaus hat die Plattform 20000 Frauen auf ihren letzten Plenum eine E-Mail Kampagne an die weiblichen Parlamentsabgeordneten der SPÖ, ÖVP und Grünen beschlossen. Sie ersuchen darum, folgenden Text zu kopieren und möglichst zahlreich an die Parlamentarierinnen ( Adressen zum Downloaden ) zu schicken:
Nehmen Sies in I h r e Hand, Madame Das ist Emanzipation!
(frei nach Schneewittchen, Zerschlag deinen gläsernen Sarg)
Und denken Sie an Johanna Dohnal, die gesagt hat: Nur eine Frauenorganisation, die lästig ist, hat eine Existenzberechtigung.
In diesem Sinne:
Verweigern Sie der vorgezogenen Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters
Ihre Zustimmung!
Zeigen Sie damit, dass Sie für Fakten, Rechtssicherheit und Frauensolidarität stehen!
Frauen arbeiten Zeit ihres Lebens mehr als genug nur sind das keine für die Pension anrechenbaren Jahre. Wenn es mit rechten Dingen zuginge, hätten die meisten Frauen mit 55 Jahren schon ihre Pensionszeiten zusammen und müssten nicht mit einer Alterspension auskommen, die lediglich 61 Prozent der Männerpension ausmacht. Dass Frauenarbeit so wenig wert ist, ist nicht ein Versagen der Frauen, sondern der Männer-Politik.
Und wie Sie sicher aus den Forschungsergebnissen wissen: Frauen leisten weiterhin bis zu zwei Drittel der unbezahlten Care- und Reproduktions-Arbeit in unserer Gesellschaft!
Die Voraussetzungen für einen längeren Verbleib im Arbeitsleben sind von Seiten der Wirtschaft nicht gegeben, das würde eine längere Arbeitslosigkeit und damit eine weitere Kürzung der Pensionshöhe bedeuten! Diese Fakten sind bekannt! Daher:
Stimmen Sie gegen diese ungerechte Sparmaßnahme auf Kosten der Frauen!