KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

KPÖ gegen Anhebung des Antrittsalters bei Frauenpensionen

Von KPÖ-Pressedienst (21.11.2011)

Bundesvorstand erklärt Unterstützung für Resolution der ÖGB-Frauen

Entschieden gegen eine vorgezogene Anhebung des Pensionsantrit­tsalters für Frauen spricht sich die KPÖ aus. Die Sitzung des KPÖ-Bundesvorstandes am 19. November 2011 in Linz lehnte diese unsoziale Verschlechterung ab und erklärte sich solidarisch mit dem Beschluss der ÖGB-Frauen.

„Wir fordern insbesondere alle GewerkschafterInnen im Parlament auf, einer vorgezogenen Anhebung des Pensionsantrit­tsalters für Frauen keine Zustimmung zu geben“, erklärt KPÖ-Frauenvorsitzende Heidemarie Ambrosch und appelliert gleichzeitig an alle Frauenorganisa­tionen sowie an BetriebsrätInnen und Personalvertre­tungen den Widerstand gegen diesen Anschlag zu unterstützen.

Wie die ÖGB-Frauen betonen, würde eine vorgezogene Angleichung des Antrittsalters zusätzliche Problemfelder insbesondere am Arbeitsmarkt aufwerfen, aber für viele Frauen keine finanziellen Vorteile bringen. Nach derzeitiger Rechtslage soll ab 2019 das Pensionsalter für vorzeitige Alterspensionen und ab 2024 die reguläre Alterspension­sgrenze jährlich um sechs Monate erhöht werden, um das Antrittsalter der Frauen an das der Männer anzugleichen.

Wie die ÖGB-Frauen in ihrer Resolution vom 15. November 2011 feststellen, ist die faktische Gleichstellung weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich bis heute Realität: „Eine vorgezogene Angleichung des Pensionsalters würde die Benachteiligung der Frauen somit weiter verstärken“ kritisiert Ambrosch und fordert endlich Maßnahmen um die Schere zwischen Frauen- und Männereinkommen zu schließen.

Österreich rangiert mit einer Differenz von 25,5 Prozent am vorletzten Platz der 27 EU-Staaten. Gleichzeitig hat der Anteil der Teilzeitarbeit bei Frauen im zweiten Quartal 2011 bereits 45,1 Prozent erreicht. Ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde und eine Arbeitszeitver­kürzung ohne Einkommensverlust auf 30 Stunden als Maßnahmen um dieses Missverhältnis zu reduzieren sind daher notwendig.

Weierlesen:

Angleichung würde neue Probleme öffnen. Resolution der ÖGB-Frauen gegen Verschlechterungen bei den Pensionen

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