KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

"Solidarität unter anderen Umständen"

Von KPÖ-Frauen, Heidi Ambrosch (17.1.2011)

Einladung zum bundesweiten KPÖ-Frauenseminar vom 11. – 13. Februar 2011, in Krug/Niederöste­rreich.

Drei Quellen von Solidarität sind im 20. Jahrhundert systematisch politisch und theoretisch erarbeitet worden: Herkunft (Klasse), Gender (Geschlecht als soziale Positionszuordnung) und ethnische Zugehörigkeit. Sie sind historische Kategorien, an denen orientiert das Individuum sich in der historischen und biografischen Geschichte verorten kann. Sie sind wissensgebunden und beinhalten unterschiedliche Standpunkte, Zugangsweisen und Dominanzen.

Die Solidarität, die sich auf das gemeinsame Merkmal „Frauen“ beziehen kann, ist in den letzten 20 Jahren immer brüchiger geworden. Auch weil das Herausstellen der Unterschiede zwischen Frauen und eine beschleunigte Individualisierung dazu beitrug.

In dem Seminar, das die Soziologin Kornelia Hauser (Uni Innsbruck) leiten wird, soll sich die Aufgabe die der Solidaritätsbegriff leisten soll, noch einmal versichert werden (kurz), um dann die konkrete lebensweltliche und politische Aufladung und ihre Praxen zu untersuchen.

Es ist vorgesehen mit der Methode der „Erinnerungsar­beit“, Erfahrungen mit Solidarität zu rekonstruieren, um mit einem wirklichkeitsmächti­gem (und keinem bloss moralischen) Konzept voranzukommen.

Eine Dokumentation, zusammengestellt von Christine Reiterlechner, ist vielleicht nützlich, unsere Kämpfe, Losungen und Errungenschaften der letzten 40 Jahre zu reflektieren. Im Zentrum aber soll dabei die Frage stehen: Wann erleb(t)en wir Frauen uns als „stark“, was sind unsere Stärken? ( Download „Feministische Bewegung Geschichte, Theorie, Ergebnisse“ , pdf, 631 kb)

Kornelia Hauser:

Aus Brüderlichkeit wurde Solidarität. … Jedwede mögliche Solidarität findet in gesellschaftlichen Machtverhältnissen statt. Sie zu durchdringen ist Voraussetzung und zugleich wird die Durchdringung durch solidarisches Tun hergestellt: „Praxis macht politisch klug; Abstinenz von ihr dumm“. … Mögliche Solidarität bedarf also der Gründe, …, die sich mit historisch und biografisch erworbenen Maßstäben verbinden, die als Erfahrungen ausgewertet und verdichtet werden, die die Lebenswelt erkunden und deren Möglichkeiten und Grenzen als ermöglichende und verhindernde gesellschaftliche Sinnhorizonte ausgewertet wurden. (Zum gesamten Text, als Vorbereitung des Seminars: Momentum_Soli­darität )

In diesem Sinne freuen wir uns auf alle, die am Seminar teilnehmen wollen, müssen aber auch diesmal einen Anmeldeschluss einziehen, um die nötigen organisatorischen Voraussetzungen schaffen zu können. (für Verpflegung und Unterkunft, sofern nicht in einer Pension, wird ebenso gesorgt wie auch Fahrtspesen abgerechnet werden können).

Anmeldeschluss: 24. Jänner.

Anmeldungen bitte an: ambrosch@kpoe.at

Wie immer wird das Mitfahren (Freitag oder aber, wenn nicht anders möglich, Samstag) organisiert bzw. ein Shuttledienst zum Bahnhof Horn eingerichtet. Also schreibt, wann ihr fahren könnt und ob ihr ein Auto habt, wie viele ihr mitnehmen könnt bzw. ob ihr eine Mitfahrgelegenheit ab Wien braucht. Die Anreise aus den Bundesländern nach Wien oder direkt nach Krug bitte untereinander organisieren.

In verschiedenen Häusern gibt es Schlafmöglichke­iten, bitte unbedingt Schlafsack mitbringen. Wer es komfortabler haben möchte, ein Gasthof ist in der Nähe mit dem Auto erreichbar, bitte selbst reservieren und bekanntgeben. Handtücher nicht vergessen, es gibt auch eine Sauna!

Gasthof: Franz Eisenhauer, Fuglau 33, A-3591 Altenburg, Tel: 02989/8262, Mobil: 0664/5007901, www.eisenhauer.atE-Mail

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