PARTEI

(19.2.2008)
Stellungnahme des Präsidentschaftskandidaten Demetris Christofias, AKEL, nach dem ersten Wahldurchgang vom 17. Februar 2008.
Ich möchte all jenen, die mich unterstützt haben, herzlich danken. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Tausenden freiwilligen Helfern, die so hart gearbeitet haben. Ihr Vertrauen ist mir eine Ehre.
Die Menschen haben gewählt. Ich respektiere und achte jene BürgerInnen, die ihre Stimme meinen Mitkonkurrenten gegeben haben. Ganz besonders möchte ich meinen Respekt für Präsident Papadopoulos ausdrücken, mit dem wir, unabhängig von unseren Differenzen, gemeinsam viele schwierige Kämpfe ausgetragen haben. Es ist eine Tatsache, dass der Präsident, obwohl wir mit einigen seiner Maßnahmen nicht einverstanden waren, den Interessen unseres Landes gedient hat.
Nun sind wir aufgefordert über die Zukunft Zyperns zu entscheiden. Es stimmt, dass wir alle das Gefühl haben, die Zeit läuft uns davon, wenn alles so bleibt wie bisher. Die Zeit arbeitet gegen die Republik Zypern.
Nächsten Sonntag sind die BürgerInnen aufgerufen, eine Antwort auf dieses Dilemma, was die Richtung und den Inhalt unserer Initiativen auf der Suche nach einer gerechten Lösung des Zypern Problems betrifft, zu finden: für eine akzeptierte Lösung, die auch von der zypriotischen Bevölkerung durch ein Referendum gebilligt wird.
Die Lösung kann erreicht werden durch eine Politik, die die Befolgung der Prinzipien des internationalen und europäischen Rechts kombiniert mit Aktivität, Selbstbewusstsein und Flexibilität. Die Lösung kann erreicht werden, indem wir unsere Mitgliedschaft in der EU, unsere engen Beziehungen zu den ständigen Mitgliedern im UN- Sicherheitsrat und unsere traditionell freundschaftlichen Beziehungen mit den Mitgliedern der Nicht-paktgebundenen Staaten nützen. Selbstverständlich werden wir besonders intensiv unsere Beziehungen zu unseren Türkisch Zypriotischen Landsleuten, die wir in langen Jahren des Kampfes entwickelt haben, zum Wohle Zyperns nutzen.
Es ist jedoch essentiell notwendig, das folgende zu betonen: Die Drohung der Teilung resultiert nicht nur aus der Pattsituation, die der unnachgiebigen Haltung der Türkei geschuldet ist, alleine. Sie resultiert auch aus der Möglichkeit einer schlechten Lösung. Wir werden niemals eine Lösung akzeptieren, die nicht auf den fundamentalen Prinzipien beruht, für die wir all diese Jahre gekämpft haben. Wie immer werden wir beständig, aktiv und entschlossen für die Rechte unserer Bevölkerung eintreten. Wir werden niemals eine Lösung um der Lösung willen akzeptieren. Eine Politik der völligen Unterwerfung ist ebenso undurchführbar.
Was die Innenpolitik betrifft, sind die Optionen ebenso klar. Wir entscheiden uns zwischen einer gemischten Wirtschaft und sozialer Gerechtigkeit, was wir repräsentieren, oder andererseits der neoliberalen Politik, die Herr Kasoulides repräsentiert und die die soziale Kohäsion und die Errungenschaften und Rechte unserer Bevölkerung bedroht. Ich bin sicher, dass wir diese Erwägungen mit der Führung und den Menschen, die für die Demokratische Partei DIKO, die Sozialistische Partei EDEK, die Grünen und andere Bewegungen, mit denen wir gemeinsam für fortschrittliche Problemlösungen gekämpft haben, teilen.
Wie ich es versprochen habe, werde ich, vorausgesetzt die zypriotische Bevölkerung schenkt mir das Vertrauen, eine Regierung bilden, die aus fähigen und fortschrittlichen Persönlichkeiten besteht, die alle Überzeugungen widerspiegelt, die auf eine Erneuerung des politischen Lebens des Landes, der Modernisierung der Wirtschaft, einer stabilen Wirtschaftsentwicklung für alle und eine gerechtere auf den Menschen bezogenen Gesellschaft abzielen.
Unsere Politik wird alle zypriotischen BürgerInnen einschließen. Jedenfalls was uns nun eint ist unsere gemeinsame Anschauung: Was uns eint ist Zypern, seine Rettung und eine menschlichere Gesellschaft.
Liebe MitbürgerInnen, nächsten Sonntag lassen wir all das, was uns entzweit, hinter uns, wir lassen die Pattsituation und das Gerede über die Vergangenheit hinter uns.
Wir schmieden eine friedliche, glückliche Zukunft für alle ZypriotInnen, ohne Ausnahme.
Wir blicken nach vorne. Wir nehmen die vor uns liegenden Herauforderungen an. Wir vereinigen unsere Kräfte. Wir vereinigen Zypern.