KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

ÖGB-Frauen: Solidarität mit den Frauen in Afghanistan

Utl.: 2. Resolution des ÖGB-Bundesfrauenausschusses 2001=

Wien (ÖGB). Zum Abschluss des ÖGB-Bundesfrauenausschusses wurden heute zwei Resolutionen beschlossen. Die zweite Resolution
befasst sich mit der Situation in Afghanistan. Nachfolgend die Resolution im Wortlaut.++++
Die ÖGB-Frauen setzen sich mit allen ihnen möglichen Mitteln und in der Öffentlichkeit klar und deutlich für einen sofortigen Stopp der
Bombardierung Afghanistans ein. Es müssen gezielte Hilfslieferungen zur afghanischen Bevölkerung gebracht werden, um den Tod von
weiteren Tausenden Menschen zu verhindern.
Die ÖGB-Frauen fordern, dass von der UNO eine ExpertInnenkommission zur Ausarbeitung von Vorschlägen zur Konfliktlösung und
effizienter Terrorbekämpfung eingerichtet wird. Dabei sind FriedensforscherInnen und unabhängige MenschenrechtsexpertInnen
einzubeziehen. Das neutrale Österreich kann hier sicher eine positive Rolle spielen.

Die ÖGB-Frauen wenden sich vehement gegen eine Sprache, die den Krieg wieder als geeignetes Mittel der Lösung von Konflikten
erscheinen lässt, zum Beispiel das Sterben von Menschen zu "Kollateralschäden" deformiert und die Welt in "die Guten und das Böse"
einteilt, um das Kriegsführen leichter durchsetzen zu können.
Die Vermittlung von Kriegsbildern durch die elektronischen und andere Medien unterstützt diese "Werbung für den Krieg",indem sie auf der
einen Seite das Grauen der Zerstörung zeigt und andererseits die Menschen in der "Dritten Welt", die zerbombt werden, verhungern,
verkrüppelt werden etc. ausblendet und uns den Krieg als "Computerspiel" darstellt bei dem es eben auch Verluste gibt.

Die ÖGB-Frauen erinnern daran, dass das Geld für Kriegsführung, das Geld für Waffen in der Welt reichen würde, um allen Kindern ein
menschenwürdiges Leben zu garantieren.
Für eine Friedensstiftung in Afghanistan ist es notwendig, dass die Frauen in alle gesellschaftlichen und politischen Prozesse eingebunden
werden. Dazu gehört auch ihre Mitwirkung in der Übergangsregierung. Es ist unserer Meinung nach unerlässlich, dass Frauen in den
Verhandlungen und in der Übergangsregierung vertreten sind.

Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Martina Fassler-Ristic
Tel. (01) 534 44/480 DW
Fax.: (01) 533 52 93
ÖGB, 4. Dezember 2001 Nr. 1049

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