KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

GLB für eine offensive Frauenpolitik der Gewerkschaften!

Frauen verdienen durchschnittlich ein Drittel weniger als Männer, müssen sich mit Doppel- und Dreifachbelastung herumraufen und bekommen dafür bereits jetzt weniger als die Hälfte der Männerpensionen (siehe auch die statistischen Daten auf der letzten Seite). Die Schere zwischen Männer- und Frauengehältern wird nicht kleiner, im Gegenteil, wobei die statistischen Werte auf Vollzeitarbeit aufgerechnet wurden. Und auf Grund der Entwicklung der Frauenbeschäftigung mit vermehrter Teilzeitarbeit, geringfügiger und atypischer Beschäftigung kann jetzt schon vorausgesagt werden, dass die künftigen Frauenpensionen in den Keller rutschen werden. Doch nur dann können Frauen auf die Ausgleichszulage hoffen, wenn sie alleinstehend sind, weil zu dieser Berechnung das Haushaltseinkommen herangezogen wird. Die Rahmenbedingungen für staatliche soziale Transferleistungen wurden zu einer Zeit erstellt, als der Mann als Familienerhalter in Vollzeit bis zur Pension, ohne Unterbrechung durch Kindererziehungszeiten, galt. Dass das damals nicht stimmte und werktätige Frauen benachteiligte war evident. Heute, bei einem Frauenanteil von rund 42 Prozent an der Erwerbsquote, mutet es schon anachronistisch an. Teilzeit und geringfügige Beschäftigung für Frauen heißt grob genommen potentielle Armut, heißt ökonomische Abhängigkeit im Alter.

Soziale Sicherheit ist nicht erst seit der schwarz-blauen Regierung zu einem Unwort verkommen. Doch seit der Bildung dieser Regierung wurde ein Paket sozialer Grausamkeiten umgesetzt, das es so in Österreich noch nicht gegeben hat und Frauen besonders trifft. Unter dem Schlagwort "soziale Treffsicherheit" bekommen Arbeitslose weniger und zahlen Kranke mehr. ArbeitnehmerInnen zahlen mehr Steuern und bekommen weniger aus den von ihnen finanzierten Fonds heraus. Die Lebensarbeitszeit wurde in Windeseile um eineinhalb Jahre verlängert und zusätzliche Abschläge von den Neupensionen berechnet. Von den StudentInnen werden Studiengebühren eingehoben. Einrichtungen der sozialen Sicherheit, wie die Sozialversicherungen oder das Arbeitsmarktservice, werden schrittweise dem Einfluss der Gewerkschaften entzogen, um sie schließlich privatisieren zu können.

Die Hoffnung, dass der ÖGB, gestärkt durch die Urabstimmung, seine Mitglieder mobilisiert und Kampfmaßnahmen ergreift, schwindet. Nach wie vor setzt er auf "sozialpartnerisches Verhandeln" statt auf die eigenen Mitglieder.

Wir Frauen im GLB versuchen, gegen diese Entwicklungen anzukämpfen und im ÖGB für eine konsequente frauenpolitische Haltung zu wirken. Dabei sind uns interessierte Kolleginnen jederzeit willkommen. Wer mitmachen will, kann uns anrufen, anfaxen, anmailen. Ansprechpartnerin ist unsere Frauenreferentin, Kollegin Lilian Stadler, die auch gerne bereit ist, ein persönliches Gespräch zu führen.

Gemeinsam mit dem GLB für
·die sofortige Einführung der 35-Stundenwoche mit vollem Lohnausgleich statt Teilzeit und Geringfügigkeit
·die Höherbewertung und Bezahlung von hauptsächlich von Frauen geleisteter gesellschaftlich notwendiger Arbeit
·die Entkoppelung von Partnereinkommen bei sozialen Transfers

Aktuelles:


KPÖ Oberösterreich: Jetzt Unterstützungserklärung unterschreiben!
(14.7.2021)

...mehr


Die Europäische Linke fordert einmal mehr das Ende der Blockade gegen Kuba
(13.7.2021)

...mehr


Die neue Juli Volksstimme 2021 ist da!
(13.7.2021)

...mehr


KPÖ Graz: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für Graz
(10.7.2021)

...mehr


38. Parteitag der KPÖ: In der ältesten Partei Österreichs übernehmen Junge das Ruder
(21.6.2021)

...mehr

Volksstimme - Politik & Kultur - Zwischenrufe links