Der Krieg wird nicht erklärt, sondern fortgesetzt. Von den Medien schon wieder ohne aus dem Blickfeld geraten, sind die afghanischen Frauen. Für die Rechtfertigung der Bombardierung wurden sie benutzt, ihr damaliges und jetziges Leid bleibt ausgeblendet. Denn schon gibt es neue Feindbilder, wird gegen weitere Staaten mobil gemacht. Keinem der Kriegsbefürworter ist es je um Rechte der Frauen gegangen, das beweist auch die Tatsache, dass sie und ihre Kinder auf keine Aufnahme in den EU-Ländern, in Österreich hoffen können. Frauenrechte können niemals herbeigebombt werden.
Sie verlangen Frieden und soziale Gerechtigkeit.
Noch nie war die Kluft zwischen reich und arm so groß. Eine jährliche Abgabe von nur 1 Prozent des Vermögens der 200 reichsten Personen der Welt könnte laut UNO die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung für alle Menschen sichern; ein zweites Prozent den Zugang zu Grundbildung für alle.
Das Unerhörte ist alltäglich geworden.
Das gilt nicht nur für die Kriegshetze, an die wir uns gewöhnen sollen. Das gilt auch für einen fremden- und frauenfeindlichen, antidemokratischen Sprachgebrauch, der wieder salonfähig geworden ist. Männerabteilung statt Frauenministerium. "Familienpolitik" statt existenzsichernde Arbeit und Mindestsicherung. Terror gegen
Abtreibungskliniken, alles "gendergemainstreamt" versteht sich, bis Frauen nicht mehr vorkommen. Die Arbeitslosigkeit war noch nie so hoch, die Fraueneinkommen werden immer geringer bei gleichzeitigem Abbau weiterer Sozialleistungen und Verteuerungen öffentlicher Gebühren und Tarife. Nicht zuletzt erfasst die Privatisierungswelle nun auch die Grundversorgungsbereiche und soll die Reste des öffentlichen Eigentums dem internationalen Kapitalmarkt unterwerfen. Gerade für Frauen, die ums alltägliche zu raufen haben, wird das zu neuen Belastungen führen.
Gründe genug jeden Tag unseren Protest lauthals vorzutragen, erst recht am Internationalen Frauentag, auf der Straße, in der Öffentlichkeit!