POSITIONEN & THEMEN
Asylrechte sollen in Österreich weiter eingeschränkt werden(15.6.2009)
Die Asyl- und Fremdenrechtsgesetze Österreichs gehören wahrscheinlich zu den
rigidesten in ganz Europa. Angetrieben von der Kronen-Zeitung und Strache bastelt die Innenministerin – die sich der Unterstützung der SPÖ ziemlich gewiss sein kann, Faymann bekundete schon seine Unterstützung – aber an weiteren Verschärfungen. Das
UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) befürchtet, dass, wenn die Novelle Wirklichkeit wird, Tausende Unbescholtene in Schubhaft kommen könnten.
KPÖ-Bundessprecherin Melina Klaus: „Wer schon bei Verdacht auf Straffälligkeit, auch bei kleineren Bagatelldelikten, ein Ausweisungsverfahren gegen Asylwerber einleiten will, ignoriert Grundlagen der Menschenrechtskonvention und begibt sich auf FPÖ-Position.“
Klaus bekrittelt zudem, dass laut Novelle Asylwerbern der rasche Zugang zum Arbeitsmarkt weiterhin verwehrt wird – „damit wird verhindert, dass politisch Verfolgte, die vielfach über hohe Qualifikationen verfügen, für sich selbst sorgen können.“