PARTEI
Die erneuerte Gedenktafel in Tribu?e (Foto: E. Kaltenegger)
Bürgermeisterin er Gemeinde ?rnomelj Mojca ?emas Stjepanovi? (Foto: KPÖ, af)
Tit Turnek (ZZB NOB) (Foto: KPÖ, af)
Andrej Mohar (ZKP), links im Bild: Tamburizza-Gruppe (Foto: KPÖ, af)
(Foto: KPÖ, af)
(Foto: KPÖ, af)
Die KPÖ-Delegation (Foto: E. Kaltenegger)(29.4.2015)
Am Ort seiner Gründung, einem Haus im slowenischen Dorf Tribu?e, war vom Slowenischen Partisanenverband nach dem Krieg eine Gedenktafel angebracht worden; diese wurde nun im Einvernehmen mit der Behörde der Gemeinde ?rnomelj durch eine erneuerte ersetzt, wobei der ursprüngliche Text unverändert blieb, jetzt aber zweisprachig gehalten ist. Die Initiative für die Erneuerung und die Veranstaltung ging vom Vorsitzenden des Bildungsvereins der KPÖ Graz Ernst Kaltenegger sowie vom Bundessprecher der KPÖ Mirko Messner aus; die Parlamentabgeordnete Violeta Tomi? von der Vereinten Linken Sloweniens sowie der Verband der Kärntner Partisanen (ZKP) und der slowenische Partisanenverband (Verband für die Erhaltung der Werte des nationalen Befreiungskampfes, ZZB NOB) schlossen sich der Initiative an.
An die hundert Personen, darunter eine KPÖ-Delegation und viele Gäste aus Österreich, wurden von der Bürgermeisterin der Gemeinde ?rnomelj Mojca ?emas Stjepanovi? begrüßt; durch die zweisprachige Festveranstaltung führte Violeta Tomi?; nach Grußworten von Andrej Mohar vom Verband der Kärntner Partisanen und Tit Turnek, dem Vorsitzenden des slowenischen Partisanenverbands (ZZB NOB), sprachen Ernest Kaltenegger und KPÖ-Bundessprecher Mirko Messner für die KPÖ. Kaltenegger erinnerte unter anderem, dass die Bevölkerung vor Ort trotz schwieriger eigener Lage die ÖsterreicherInnen mit Nahrungsmitteln und anderem versorgt hatte und dies die Grundlage für die Aktionsfähigkeit des Bataillons war.
Mirko Messners Rede kritisierte die österreichische Erinnerungspolitik, die zwar mittlerweile neben dem „Opfer-Diskurs“ auch einen „Täter-Diskurs“ kennt aber auch heute noch im öffentlichen Gedenken an 70 Jahre Befreiung das „Österreich des Widerstandes“ weitestgehend verschweigt: „Die Moskauer Deklaration der Alliierten hatte einen eigenen Beitrag der österreichischen Bevölkerung zur Befreiung vom Nationalsozialismus eingefordert. Wir stehen heute an einem Ort, wo genau das getan wurde: hier wurde im Rahmen der slowenischen Volksbefreiungsarmee das Erste österreichische Freiheitsbataillon gegründet. Gewiss, Österreich hat sich nicht selbst befreit. Es waren die Alliierten, es war in erster Linie die Rote Armee, die das unter ungeheuren Opfern getan hat. Aber wenn nach dem eigenen Beitrag gefragt wird, hier, an diesem Ort, wurde einer der bedeutenden formiert.“ (Die ganze Rede: „Der Blick zurück führt uns in die Gegenwart“)
Als Höhepunkt der Veranstaltung, die auch durch die Beiträge einer Tamburizza-Gruppe, der Opernsängerin Nataa Loborec Perovek und dem Opernsänger Igor Morosoff aus Graz bereichert wurde, enthüllten Violeta Tomi?, Mirko Messner und Ernest Kaltenegger gemeinsam die erneuerte, nunmehr zweisprachige Gedenktafel.
Ein Teil der österreichischen Delegation hatte die Gelegenheit, bereits am Vorabend bei einer Befreiungsfeier des dortigen Partisanenverbands im vollbesetzten Kulturzentrum in Dolenjske Toplice teilzunehmen. Die Festrede hielt Violeta Tomi?, Bundessprecher Mirko Messner hatte die Gelegenheit, im Namen der KPÖ Grußworte an die Teilnehmenden zu richten.
Hintergrund:
Die deutschsprachige Aufschrift der zweisprachigen Gedenktafel lautet: „An
dieser Stelle wurde entsprechend dem Befehl des Hauptstabs der Nationalen
Volksbefreiungsarmee und der Partisanenverbände Sloweniens am 24. November
1944 das 1. Österreichische Freiheitsbataillon gegründet“
Weitere Informationen zum Österreichischen Freiheitsbataillon sind z.B.
unter
kpoe-steiermark.at
zu finden
Die Mai-Ausgabe der Volksstimme (erscheint in der 1. Mai-Woche 2015) wird dem Thema einen Befreiung einenSchwerpunkt widmen:
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