KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Heute "Aktionstag Freie Bildung für alle"

Von Redaktion (5.11.2009)

Die Unibesetzung in Österreich geht in die dritte Woche und erringt inzwischen internationales Aufsehen. Am Bildungsaktionstag wollen auch Lehrende, SchülerInnen und Gewerkschaften teilnehmen.

Lothar Bisky, der Vorsitzende der Europäischen Linspartei solidarisiert sich ebenso, wie StudentInnen der UNI Heidelberg . Dort wurden Mittwoch Abends zwei Hörsääle besetzt, und damit begründet: „dass von Studierenden selbstverwalteter Raum eine Bereicherung für die Uni ist.“

In Österreich breitet sich der StudentInnenprotest jetzt auf andere Bildungsbereiche aus. An dem für Nachmittag geplanten Sternmarsch von vier Wiener Unis wollen sich neben Studenten und Schülern auch die Initiative „Kindergartenau­fstand“, die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) und protestierende Lehrende der Uni Wien beteiligen.

Wäre an der Zeit, dass sich die SPÖ entscheidet Position zu beziehen. Laut orf-online bleibt der Kanzler aber lieber beim Eiertanz: Heute will er von neuen Zugangsbestimmungen doch nichts wissen, gestern waren die Aufnahmetests der Fachhochschulen noch ein Möglicher Weg.

Das Programm des bundesweiten Protesttages, soweit es bisher steht:

Tagesablauf Wien

  • 9.00: Schülerinnenstreik. Protestaktion vor dem Bildungsministerium am Minoritenplatz
  • 11.00 bis 13.00: Schule goes University. Kundgebung vor der Universität Wien
  • 11.00 bis 16.00: Aktionen zum Bildungsaktionstag. Alternativuni, Workshops, Filme etc.
  • 16.00: Treffpunkt für den Sternmarsch zum Urban-Loritz-Platz, vor der Universität Wien
  • 18.00: Schlusskundgebung Urban-Loritz-Platz (mit Musikprogramm)

In Linz ist ein Demozug um 16.30h vom Volksgarten weg unter Beteiligung von SchülerInnen und Gewerkschaft geplant. Abschlußkundgebung: 18.30h Ars-Electronica-Center.

In Graz sollen ab 11h Aktionen in der ganzen Stadt stattfinden. Um 16h trifft startet ein Demozug bei der Karl-Franzens-Universität.

Weitere Aktionen sind in Salzburg, Klagenfurt und Innsbruck geplant.

Störaktionen konservativer Studentenorga­nisationen, die über Plenarbeschlüsse ein Ende der Aktivitäten erreichen wollen, scheitern bislang. Auch daran, dass die Protestbewegung weiter Zulauf verzeichnen kann. In Innsbruck zB durch eine Gratulation von Rektor Töchterle, dafür, dass die Bewegung die „Universität im besten Sinne“ betreibe, ausserdem machte er deutlich dass eine Diskussion über die Zukunft der Universitäten dringen nötig sei ( KPÖ-Tirol ).