KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Einstellung der Post-Geldzustellung nicht annehmbar

(20.8.2008)

Die Ankündigung der Post, die Geldzustellung unter Hinweis auf Überfälle auf die ZustellerInnen zu beenden, bedeutet, die potentielle Gefährdung der KollegInnen auf die KundInnen zu übertragen. Melina Klaus, Spitzenkandidatin der KPÖ in Wien: „Zehn Überfälle auf Postboten in Wien 2008 sind zehn zu viel, aber von einer dramatischen Steigerung zu sprechen, die diesen Schritt rechtfertigt, ist ein Hohn.“ Im Vergleich hat es 2007 ebenfalls zehn Überfälle gegeben, das Service wurde trotzdem aufrechterhalten.

Mit der Streichung der Geldzustellun­g werden 25.000, vor allem ältere Menschen gefährdet, die noch leichter von Räubern attackiert werden können. Melina Klaus weiter: „Zynisch ist die Ankündigung auch deswegen, weil Hunderte Postle­rInnen im Postpool quasi “zwischen­gelagert" sind, wo sie unbeschäftigt und sinnentleert ihre Zeit absitzen müssen. Eine sicherhe­itstechnische Einschulung und eine Wiedereingliederung der KollegInnen bei angemessener Entlohnung ist eine naheliegende und einfache Lösung. Dass damit mit einem Akt zwei Probleme gelöst werden könnten, statt ein zusätzlic­hes und unzumutbares, zu schafft, müsste auch dem Managment der Post einsichtig sein."

Die im ZIB 2-Interview von Postmanagmente und BAWAG angekündigte „in Ausarbeitung befindliche Lösung“ hört sich allerdings wie eine weitere Drohung an. Demnächst werden den 25.000 Personen unter Garantie Bankkonten zu Sonderkonditionen angeboten werden. Körberlgeld für die Banken, das keinen einzigen zusätzlichen Ar­beitsplatz schaffen wird. Gleichzeitig „rechtfertigt“ jedes weitere Ausdünnen der Angebote und Leistungen der Post den angestrebten Ste­llenabbau ein Stückerl mehr.