KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Gedenken an Hedwig ("Hedy") Urach

Hedy Urach (Bildhintergrund: Gedenktafel für Hedy Urach, Emil König, Heinrich Lochner, Max Schrems. Die Gedenktafel befindet sich in der Hetzendorfer Strasse 188, ehem. Betriebsbahnhof Speising. Die Aufschrift: "Sie starben für Freiheit und Menschenwürde unter dem Mordbeil der Hitlerfaschisten.") Rudi Gabriel und Fritz Propst (Foto oben) sprachen für die KPÖ bei der Gedenkkundgebung für Hedy Urach.

(17.5.2013)

Die kommunistische Widerstandskämpferin Hedy Urach wurde am 17. Mai 1943 im Wiener Landesgerichtet hingerichtet. Die KPÖ gedachte ihrer am 17.5.2013 mit einer Kranzniederlegung.

Dabei sprachen für die KPÖ Rudi Gabriel und Fritz Propst (Foto links), der über seine letzte Begegnung mit Hedy Urach berichtete und ihre hervorragende Persönlichkeit würdigte. Ihr Andenken dürfe nicht in Vergessenheit geraten, betonten beide Redner eindrücklich.

Hedwig („Hedy“) URACH

20.8.1910–17.5­.1943

Die Hietzingerin, die während ihrer Schulzeit bei den sozialistischen Kinderfreunden war, erlernte den Beruf einer Schneiderin. In dieser Zeit kam sie auch zum KJV, in dem sie nicht nur ihre politische Bildung erwarb und als Funktionärin aktiv war, sondern wo sie auch mit den Gesinnungsgenos­sInnen ihre Freizeit dem Sport und der Natur widmete. 1931 wurde sie auf die Internationale Lenin-Schule nach Moskau delegiert, wo u.a. Alfred Klahr ihr Lehrer war. Im Oktober 1932 kehrte Urach zurück und wurde Mitglied des ZK des KJV, dessen Sekretär damals Leo Gabler war. Als dieser 1934 verhaftet wurde, übernahm sie diese Funktion. Urach war Delegierte des 6. Weltkongresses der KJI in Moskau (25.9.–11.10.1935). Im März 1937 wurde sie verhaftet und für vier Monate „wegen Betätigung für die KP֓, sie war bereits Mitglied des ZK, inhaftiert. Nach der Annexion von den Nazis verhaftet und für vier Monate eingesperrt, wurde Urach, von der Partei als gefährdet eingeschätzt, von ihren Funktionen abgezogen, die von Bruno Dubber wahrgenommen wurden. Im Mai 1939 fuhr Urach nach Belgien, arbeitet als Kindermädchen und wurde im Jänner 1940 interniert. Nach dem Einmarsch der Deutschen kehrte sie nach Österreich zurück, wo sie der dritten Leitungsgruppe der KPÖ nach der Annexion angehörte. Am 17. Juni 1941, wenige Tage vor dem Überfall auf die Sowjetunion, wurde Urach verhaftet und am 16. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. In Krems inhaftiert, wurde Urach Ende 1942 ins Wiener Landesgericht überstellt, wo sie ein halbes Jahr in der Todeszelle verbringt. Am Ende ihres Weges angekommen, den sie, wie sie vor ihrer Verhandlung an ihre Eltern schrieb, „mit Überzeugung und stolzem Mut“ gegangen ist, hielt Urach in ihrem Abschiedsbrief fest: „Ich bin ein Kind der Arbeiterklasse, ein Teil von jener wundervollen Schichte des Volkes, von der alles Leben kommt.“ Rote Plakate in Wien kündeten am 17. Mai 1943 von ihrer Hinrichtung.


Der Lebenslauf wurde übernommen von der Homepage der Alfred Klahr Gesellschaft, www.klahrgesellschaft.at

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