POSITIONEN & THEMEN
Aktion von MitarbeiterInnen im Betrieb: Mein Papa verliert seinen Arbeitsplatz ...(24.7.2008)
Die KPÖ solidarisiert sich mit den von der Kündigung bedrohten MitarbeiterInnen der Glanzstoff Werke. Heute morgen kam es auf Initiavite von sechs KollegInnen aus dem Betrieb zu einer Kundgebung beim Werksgelände. Etwa 150 Menschen versammelten sich, beobachtet von einigen MedienvertreterInnen und drücken ihre Hoffnung aus, dass das gut gehende Werk doch nicht geschlossen wird. Offizielle GewerkschaftsvertreterInnen ließen sich nicht blicken. Die Kündigungen sind bereits angemeldet. ( Vorgeschichte siehe hier ) Aktuell sammeln die ArbeiterInnen Unterschriften für den Erhalt des Betriebes und bereiten eine Demo zur Landesregierung in ca. zwei Wochen vor.
Die KPÖ fordert dazu auf, den Betrieb der aus der ehemaligen Verstaatlichten Industrie kommt wieder in die ÖIAG zu übernehmen (siehe: </LINK http://www.kpoe.at/…rnehmen.html _blank>ÖIAG soll Glanzstoff übernehmen.).
Die Glanzstoff-Werke sind nicht der einzige Betrieb der heuer Zusperrt oder MitarbeiterInnen abbaut. Die traurige Bilanz umfasst mehr als 2000 Arbeitsplätze:
→ Glanzstoff: St. Pölten, Viskosefaser-Produktion. 290 MitarbeiterInnen bis Jahresende. Mindestens ebensoviele werden in Folge in Zulieferbetrieben betroffen sein.
→ TRW: Salzburg, Sicherheitsgurt-Hersteller. 540 MitarbeiterInnen. Der Betrieb sperrt mit Jahresende.
→ ThyssenKrupp: Graz Gratkorn. Die Schließung des Werks kostet 300 Arbeitsplätze.
→ Schindler: Wien, Rolltreppenhersteller. Mit Werksschließung fehlen 150 Jobs.
→ Ergee: Waldviertel, Strumpfhersteller. Der Betrieb mit 180 Beschäftigten kämpft ums Überleben.
→ Austria Frost: ehem. Iglo-Werk. Der deutsche Eigentümer, die Frenzel-Gruppe, ist praktisch pleite, Es wird ein neuer Eigentümer gesucht. Betroffen sind 340 Arbeitsplätze.
→ Hämmerle: Dornbirn, Textilien. Das Unternehmen hat den Konkurs beantragt. 300 MitarbeiterInnen stehen vor dem Arbeitsplatzverlust. Nicht betroffen sei die Liegenschaft von F.M. Hämmerle in Dornbirn, da sie einer anderen Gesellschaft gehöre. Auch nicht unmittelbar betroffen sei das Joint Venture mit dem indischen Partnerunternehmen Vardhman. ( orf-online ) Die Chefs haben ihre Schäfchen also sicher im Trockenen …
→ Siemens Der weltweit arbeitende Konzern strukturiert um und baut insgesamt 16.750 MitarbeiterInnen bis 2010 ab. In Österreich werden vor allem in den Bereichen Verwaltung und Vertrieb 500 MitarbeiterInnen eingespart, durch den Verkauf von Werken werden 620 Jobs ausgelagert. Zusätzlich werden durch das Abstoßen der Bahn-Sparte weltweit 2.500 Jobs diskussionsreif, in Österreich wird für rund 100 Menschen eine „sozial verträgliche“ Lösung gesucht.