POSITIONEN & THEMEN

Von Jennifer Zack (8.10.2012)
Carmen Gartelgruber – Frauensprecherin der FPÖ – hält die Ungleichbehandlung zwischen Frauen und Männern am Lohnarbeitsplatz allerdings für einen Mythos. Sie behauptet dass die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern bei gleicher Qualifikation und gleichen Voraussetzungen „nicht existent oder marginal“ seien. Woher sie die Zahlen hat, lässt sie uns leider nicht wissen.
Um diese Gehaltsschere zu schließen, ist es notwendig die Bewertung von Arbeit nicht einzig und allein entlang männlich defenierter Qualifikations- und Effizienzkriterien erfolgen zu lassen. Solange die unbezahlte Familien- und Beziehungsarbeit der Frauen nicht als gesellschaftlich notwendige Arbeit auch in das Blickfeld ökonomischer Analysen rückt, solange eine Gesellschaft sich eine Ordnung gibt, die hauptsächlich auf der Ungleichheit ihrer Mitglieder funktioniert, solange wird sich auch zukünftig die Gehaltsschere nicht schließen.
Ein gesetzlicher Mindestlohn von 10 die Stunde wäre zwar ein Schritt vorwärts um der Diskriminierung vieler Frauen entgegenzutreten, jedoch sollte endlich über die Einführung eines existensichernden bedingungslosen Grundeinkommens ernsthaft diskutiert werden.
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