POSITIONEN & THEMEN

Von Redaktion (11.12.2008)
Heute hätten die Wiener Kabarettisten Stermann und Grissemann persönlich an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec auftreten sollen. Die Veranstaltung musste jedoch abgesagt werden, nachdem die beiden Künstler telefonische Morddrohungen erhalten hatten. Wer sich angesichts solch massiver Einschüchterungsversuche vom Haider-Nachfolger erwartet hatte, dass er zur Beruhigung beitragen würde, kennt die Kärntner Rechten nicht: Landeshauptmann Dörfler (BZÖ) topte die von seiner Partei losgetretene Kampagne gegen die beiden Künstler und versuchte auch noch den Veranstalter, der Opfer eines höchst gefährlichen Sabotageaktes wurde, lächerlich zu machen. Das alles mit der Begründung, Stermann und Grissemann hätten „ganz Kärnten“ beleidigt durch ihre Parodie in ihrer Sendung „Willkommen Österreich“, in der die einer Heiligsprechung nahekommende politische Inszenierung des Haider-Begräbnisses thematisiert wurde.
Die Angelegenheit spitzte sich in den letzten Wochen zu. Kärntner Kunst- und Kulturschaffende entziehen sich nun in aller Deutlichkeit der Anmaßung des BZÖ, das festlegen will, was KünstlerInnen dürfen und was nicht: Heute, am 11. Dezember, findet ab 19 Uhr im Klagenfurter Volkshaus/Ljudski dom (Südbahngürtel 24) das „zensurlos-fest / feta brez cenzure“ statt, veranstaltet von der gleichnamigen überparteilichen ARGE.
„Kärnten ist kein kultureller Eintopf aus der BZÖ-Küche“, so die VeranstalterInnen, sondern „vielfältig, bunt und mehrsprachig“, und dementsprechend ist auch das Programm der Veranstaltung .