KOMMUNISTISCHE PARTEI ÖSTERREICHS

Radikale Arbeitszeitverkürzung

Von Mario Kecker (8.5.2010)

2009 seien in Österreich 314 Millionen Überstunden gemacht worden, ein Drittel davon unbezahlt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer.

Das Ausmaß an unbezahlten Überstunden, die jährlich etwa 60.000 Vollar­beitsjobs entsprechen, und die Zahl von rund 400.000 Beschäfti­gungslosen (eingerechnet jene, die vom AMS von einer Schulung zur nächsten durchgereicht werden), würden eine Arbeitszeitver­kürzung mehr als rechtfertigen, so die AK.

Das Präsidium der AK schlägt eine Reduktion der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit um zehn Prozent vor. Dies würde ein Beschäftigungsplus von bis zu vier Prozent erwarten lassen.

Mehr denn je erhält daher die arbeitsmarktpo­litische Forderung nach einer radikalen Arbeitszeitver­kürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich, wie sie die KPÖ erhebt, zentrale Bedeutung für die politische Praxis.

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