SPÖ stimmt für weitere Verschärfung des Fremdenrechts
Von KPÖ-PD (15.9.2009)
Am Montag verstarb der indische Schubhäftling Gaganpreet Singh K. nach einem einmonatigen Hungerstreik in der Haft. Wenige Stunden später verkündeten die Regierungsvertreter weitere Verschärfungen im Fremdenrecht. Vereinbart wurde u.a. die Ausweitung der Schubhaftmöglichkeiten. Ferner
soll – so Ministerin Fekter – Folgeanträgen Einhalt geboten werden. Es
gehe, so Fekter, „nur darum, Missbrauch einzudämmen und die Verfahren zu
beschleunigen“. Die Asylbehörden werden in Zukunft – trotz quasi laufendem
Verfahren – die Möglichkeit erhalten, Asylwerber abzuschieben.
Didi Zach, Landessprecher der KPÖ-Wien: „ORF-Analyst Hans Bürger brachte
den Sachverhalt in der ZIB 1 treffend auf den Punkt. Was vor ein paar Jahren in
der SPÖ zumindest noch kontrovers debattiert wurde, kratzt 2009 wie es scheint
keinen Spitzenfunktionär der Partei. Die SPÖ-Spitze ist einmal mehr vor
Strache & Co in die Knie gegangen – Machterhalt ist wichtiger als die
Verteidigung bzw. zumindest die Respektierung der Menschenrechte.“
Zach weiters: „Flucht ist kein Verbrechen – niemand verlässt ohne
triftige Gründe seine Heimat. Menschen flüchten vor politisch oder religiös
motivierter Verfolgung, Menschen flüchten vor Hunger und Krieg. AsylwerberInnen
dürfen nicht länger als Sündenböcke für parteipolitische Profilierung und
zur systematischen Verhetzung missbraucht werden. Menschenrechte sind unteilbar,
Menschenrechte sind – dies ist klar zu stelllen – kein Gnadenakt, welche
eine Regierungsmehrheit gewährt oder versagt.“
Aktuelles:
KPÖ Oberösterreich: Jetzt Unterstützungserklärung unterschreiben!
(14.7.2021)
...mehr
Die Europäische Linke fordert einmal mehr das Ende der Blockade gegen Kuba
(13.7.2021)
...mehr
Die neue Juli Volksstimme 2021 ist da!
(13.7.2021)
...mehr
KPÖ Graz: Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für Graz
(10.7.2021)
...mehr
38. Parteitag der KPÖ: In der ältesten Partei Österreichs übernehmen Junge das Ruder
(21.6.2021)
...mehr
