POSITIONEN & THEMEN

(11.12.2008)
Das ganze Volkshaus am Klagenfurter Südbahngürtel steht heute, Donnerstag, ab 19 Uhr dem „zensurlos-fest / feta brez cenzure“ zur Verfügung, veranstaltet von der „ARGE zensurlos“ anstelle des für diesen Tag geplanten Auftritts von Stermann und Grissemann, die vom Kärntner BZÖ-Landeshauptmann und seiner Partei gemobt wurden und werden.
Es wird von einer Reihe Kärntner bzw. Österreichischer KünstlerInnen verschiedener Genres gestaltet. Das „Knabenquartett“ aus St. Veit an der Glan eröffnet mit einem Blues, Emil Kritof und Dietmar Pickl stellen fünf Variationen der Kärntner Landeshymne nach Texten von Jani Oswald vor, Holub&Raab inszenieren dem Anlass Entsprechendes, das Klagenfurter Ensemble stellt sich mit einem Auszug aus seiner aktuellen Produktion, der Publikumsbeschimpfung von Peter Handke, ein. Es lesen oder werden gelesen: Egyd Gstättner (Es sind nicht alle Toten gleich"), Delphine Blumenfeld (Das Arbeitslosentheater"), Julian Holl (Hitlermanieren") sowie Ute Liepold (Wählt mich. Ich verspreche alles!) und Bernd Liepold-Mosser (Texte aus Sing mit). Statements geben der Historiker Univ. Prof. Dr. Karl Stuhlpfarrer und der diesjährige Landeskulturpreisträger und Schriftsteller Janko Messner. Nach der Verlesung eines Manifests gegen Zensur und Bevormundung und für die Freiheit der Kunst, sorgen das G-Ensemble Moa ii? aus Wien und DJs für musikalisches Wohlbefinden. Mit Ausstellungen (UNIKUM An der Grenze des Erlaubten", Bella Ban-Rogy Cafe OM", IPSUM Dialog in Bildern, Verein Innenhofkultur Standfest, u. a.) und Videoclips werden beide Stockwerke des Volxhauses in Beschlag genommen, und schließlich sind Stermann und Grissemann virtuell mittels eigens produzierter Videobotschaft ebenfalls anwesend.
Die Veranstaltung wird u.a. von SPÖ-Bundesrätin Ana Blatnik, vom diesjährigen Landeskultur-Würdigungspreisträger Janko Messner, von Melitta Trunk (Initiative wider die Gewalt), den Grünen Kärnten, der Einheitsliste/Enotna lista und der KPÖ Kärnten gesponsert. Ein Subventionsansuchen an die Landeskulturabteilung blieb bis dato unbeantwortet.