POSITIONEN & THEMEN

(5.3.2014)
Als Folge des EU-weiten Sparzwanges, untermauert durch Maastricht-Kriterien, Stabilitätspakt, Six-Pack, Fiskalpakt und ähnliche Instrumente, steigt der Druck auf die finanziell ausgedörrten Gemeinden wesentliche Teile ihrer Infrastruktur auszugliedern oder zu verkaufen.
Nahezu 2 Millionen Menschen haben die europäische BürgerInneninitiative unterzeichnet, die sich gegen die Liberalisierung der Wasserversorgung richtete, was die EU-Kommission zu einem Rückzieher zwang. Trotzdem gehen die Liberalisierungs- und Privatisierungsvorstöße gegen die öffentliche Infrastruktur weiter.
Auch der soziale Wohnbau ist Angriffen ausgesetzt. So hat die EU-Wettbewerbsbehörde aufgrund von Investorenklagen gegen Länder wie Schweden, Frankreich und die Niederlande entschieden. Private Investoren hatten geklagt, durch Förderungen an Träger des sozialen Wohnbaus einen Wettbewerbsnachteil zu erleiden und Recht bekommen. Die EU verlangte daraufhin z.B. Senkung der Einkommensgrenzen für geförderte Wohnungen. Setzt sich dieser Kurs durch, bedeutet das ein Ende des sozialen Wohnbaus.
Hinter diesen Angriffen steckt die neoliberale Logik, sämtliche Bereiche des Lebens der Verwertungslogik der Märkte zu unterwerfen. Dahinter steht die Absicht, die öffentliche Daseinsvorsorge generell zu öffnen und privaten Profitinteressen zugänglich zu machen.
Wie alle bisherigen Erfahrungen mit solchen Privatisierungen hinreichend bewiesen haben, profitieren davon nur die AktionärInnen, während die Beschäftigten durch Arbeitsplatzvernichtung sowie Lohn- und Sozialdumping, die Allgemeinheit durch Tariferhöhungen, Qualitätsverschlechterungen und unsichere Versorgung und die politischen Gremien durch Verlust von Gestaltungsmöglichkeiten dabei die VerliererInnen sind.
Die KPÖ fordert:
Resolution der Parteikonferenz der KPÖ vom 1. März 2014
(einstimmig angenommen)