POSITIONEN & THEMEN

(16.10.2012)
Eine Veranstaltung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung (GAV)
18. Oktober 2012, 19 Uhr, Literaturhaus, 1070 Wien, Zieglergasse 26A
Der oberösterreichische Schriftsteller Franz Kain (1922 1997), langjähriges Mitglied der GAV, hätte heuer seinen neunzigsten Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass soll an ihn und sein literarisches Werk, das vom Antifaschismus geprägt ist, erinnert werden. Über Franz Kain werden Autorinnen und Autoren referieren und aus seinen Werken lesen, die mit ihm auf vielfältigste Weise verbunden waren.
Die Geschichte mit Hilfe von Geschichten zu beleuchten, die im Schatten ihrer Zäsuren wachsen, ist ein Akt nationaler Selbstkritik schrieb Franz Kain im Nachwort zu seinem Erzählband Der Weg zum Ödensee. Das könnte als Motto über dem gesamten schriftstellerischen Werk von Franz Kain stehen, in dem die Darstellung der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts in der Provinz, besonders im Salzkammergut, das zentrale Thema ist. Vor allem ging es Franz Kain darum, das Aufkommen des Faschismus literarisch aufzuarbeiten und den antifaschistischen Widerstand in jeglicher Form darzustellen. Seine eigene Lebensgeschichte (Kain, schon in der Zeit des Austrofaschismus im Widerstand tätig, wurde 1941 wegen Vorbereitung zum Hochverrat verhaftet, zu einer Zuchthausstrafe verurteilt und kam schließlich in die berüchtigte Strafdivision 999) diente ihm dabei häufig als Rahmen.
ReferentInnen:
Judith Gruber-Rizy: Überblick über Franz Kains Leben und Werk
Gregor Lepka: Die Lyrik Franz Kains
Rolf Schwendter: Über den Erzählband Der Weg zum Ödensee und den Roman Das Ende der Ewigen Ruh
Waltraud Seidlhofer: Der 1. Weltkrieg im Werk Franz Kains
Kurt Palm: Kain, Stifter und der Schneefall
Konzept und Moderation: Judith Gruber-Rizy